Aufbaugegner für den Herbstmeister sein? Bloß nicht! Es war zweifellos die Horrorvorstellung bei Spielern und Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten SV Budberg, dass ausgerechnet beim eigenen Gastspiel beim VfB Bottrop dessen üble Serie von zuvor sechs Punktspielpleiten in Folge enden würde. Eingetreten ist das Gegenteil: Der SVB untermauerte mit einem sehr eindrucksvollen 4:1 (2:0)-Sieg im Jahnstadion die kurz vor Ostern erkämpfte Tabellenführung und hat nach dem 3:5 im Hinspiel nun auch den direkten Vergleich gegen den VfB für sich entschieden – auch wenn angesichts von dessen Talfahrt nicht davon auszugehen ist, dass dies noch irgendeine Bedeutung haben wird.
SVB-Trainer Tim Wilke setzte auf bewährte Kräfte. Im Vergleich zum 7:0-Erfolg gegen VfB-Nachbar Rhenania Bottrop kehrten Ole Egging (nach Sperre) und Mike Terfloth (nach Urlaub) für Devin Warnke und Finn Berg zurück in die Startelf. Die Maßnahme schien ihren Hintersinn in der Anfangsphase des Spiels zu belegen, denn die Gastgeber gingen nach zuletzt sehr schwachen Auftritten sehr konzentriert ans Werk. Die Budberger blieben aber cool und warteten auf ihre Chance, die schnell kam: Nach einer Ecke war Oliver Nowak zur Stelle und traf zur Führung (15.). Bottrop hielt in der Folge noch halbwegs gut dagegen, geriet aber zwei Minuten vor der Pause auf die Verliererstraße, als Torwart Dacy Orock den Ball nach einer Pressing-Situation an Moritz Paul verlor – und der SVB-Torjäger ließ sich die Chance zum 2:0 nicht entgehen.
In der 51. Minute kam Alessandro Hochbaum nach einer Attacke von Lasse Dittner im VfB-Strafraum zu Fall – Elfmeter. Lennart Hahn schoss sicher zum 3:0 ein. Zwar konnten die Hausherren durch Anil Özgen nach einer Budberger Nachlässigkeit noch einmal verkürzen (59.), doch Moritz Paul stellte nur vier Minuten später per Kopfball den alten Abstand wieder her, der dann auch das Endresultat war. Bottrop beendete das Spiel nach einer roten Karte gegen Labinot Kryeziu (75.) zu zehnt. „Die Schlussphase haben wir dann ganz überlegt zu Ende gespielt“, freute sich Tim Wilke. Positiv auch: Seine Mannschaft blieb ohne eine einzige gelbe Karte und kann somit in dieser Hinsicht ohne Beeinträchtigung ins nächste Heimspiel gegen den PSV Lackhausen (Sonntag, 15 Uhr) gehen.
SVB: Anders – Eckhardt, Häselhoff, Laurin Severith, Ueberfeld (89. Luis Weyhofen) – Hahn (86. Berg), Terfloth (64. Vana), Hochbaum – Nowak (87. Jansen), Paul, Egging.


