Den Kopf oben behalten. Immer weitermachen. Die Zuversicht bewahren. Nach zwei Aufstiegen in Folge stehen die Volleyballer des Moerser SC vor ganz neuen Herausforderungen. Die 2. Bundesliga hat sich diese Mannschaft verdient und kämpft nun verzweifelt darum, dort auch bleiben zu dürfen. „Natürlich ist es frustrierend, immer alles zu geben, und dann keine Punkte zu holen“, sagt Trainer Martin Schattenberg. Doch nach wie vor denke sein Team nicht daran, den Kopf hängen zu lassen. „Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist wirklich gut.“
Nun hofft der MSC darauf, dass auch die Fans den Glauben ans Team weiter behalten. „Es ist einfach etwas anderes, in unserer Halle zu spielen und dabei die eigenen Anhänger im Rücken zu haben“, sagt der Coach. Die kommende Aufgabe ist nicht leicht, und dennoch wollen die Moerser alles dafür tun, um im Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr, Enni-Sportpark) gegen den Spitzenreiter FC Schüttorf zu bestehen.
Wir hatten in der Annahme zu viel und beim Aufschlag zu wenig Druck.
Martin Schattenberg, Trainer des Moerser SC
Mit dem TuS Mondorf und dem VV Humann Essen im Nacken ist die Mannschaft aus der Grafschaft Bentheim, südöstlich von Nordhorn gelegen, aktuell das Maß der Dinge. In 15 Saisonspielen verließen die Niedersachsen die Platte zwölfmal als Sieger. Beim FCS sind Leute mit Bundesliga-Erfahrung auf dem Feld, wie Felix Orthmann oder Marcin Kapuśniak, die beide auch schon für Moers aufgelaufen sind. Martin Schattenberg hat sich den starken Gegner bereits auf Video angeschaut und sein Team darauf eingestellt. Klar ist, dass viel richtig laufen muss, um diesen Gegner ein Bein zu stellen. „Wir hatten in der Annahme zu viel und beim Aufschlag zu wenig Druck“, fast der Coach die Erkenntnisse aus der Niederlage in Mondorf zusammen.
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„Wir waren in vielen Spielen nicht weit weg“, will Schattenberg, dass sich seine Spieler auf ihre Aufgaben konzentrieren. Ob am Ende eine Überraschung gelingt wie jene vom vergangenen Wochenende, als der TSV Neustrelitz gegen Humann Essen gewonnen hatte? „Humann hatte einige Ausfälle und zudem zwei Spieler, die außerdem kurzfristig ausgefallen sind. Auf so etwas kann man nicht setzen und das wollen wir auch nicht“, sagt Schattenberg.
Mit den Fans im Rücken will der Coach dennoch alles für eine Überraschung tun. Da nur noch sieben Saisonspiele übrig sind und der Rückstand aufs rettende Ufer neun Punkte beträgt, ist klar, dass der MSC bald anfangen muss, Punkte einzusammeln, wenn das Team in der 2. Bundesliga bleiben möchte. „Gegen Köln, Neustrelitz, Münster und Kiel müssen diese Punkte her, ohne jede Frage“, sagt Schattenberg. Wenn es den einen oder anderen „Extrapunkt“ gegen den Spitzenreiter gegen sollte, würden sich er und seine Spieler allerdings wohl kaum beschweren.



