Einen Auswärtssieg beim neuen Tabellenführer der 2. Volleyball-Bundesliga hatte wohl kaum jemand beim Moerser SC ernsthaft erwartet. Und doch ließ Trainer Hendrik Rieskamp nach dem klaren 0:3 (21:25, 17:21, 19:25) beim FC Schüttorf in Südniedersachsen eine hörbare Enttäuschung in seinem Statement zum 80-minütigen Auftritt durchblicken: „Wir konnten gegen einen besseren Gegner nicht mithalten.“ Mit der sechsten Niederlage im siebten Punktspiel ist der MSC damit auf einen der beiden Abstiegsplätze gerutscht.

Moerser SC: Lukas Schattenberg wieder in der Start-Sechs

Mit Lukas Schattenberg als Außenangreifer für den Franzosen Martin Djordjevic, von dem sich der MSC ja bekanntlich am vergangenen Montag mangels Leistung getrennt hatte, bot Coach Rieskamp die vermeintlich beste Sechs auf. Und hielt weitgehend auch daran fest. Doch die Gastgeber, angetrieben vom ehemaligen Moerser Marcin Kapusniak auf der Zuspielerposition, ließen dem MSC kaum einmal eine Möglichkeit, gut ins Spiel zu finden. Nach 1:6 und 8:15 war der erste Satz schnell verloren.

Konnte dem Moerser SC in Schüttorf auch nicht die nötige Sicherheit verleihen: Lukas Schattenberg (7).
Konnte dem Moerser SC in Schüttorf auch nicht die nötige Sicherheit verleihen: Lukas Schattenberg (7).© FUNKE Foto Services | Arnulf Stoffel

Ähnlich deutlich ging der zweite Durchgang in die Binsen. Und auch im dritten Satz kamen eigentlich nie Zweifel auf, dass der MSC die Schüttorfer irgendwie aus der Bahn bringen würde. Dabei verzichteten die Gastgeber auch noch auf Ex-Bundesliga-Akteur Felix Orthmann. Der ehemalige Moerser blieb angeschlagen außen vor.

Moerser SC erwartet in zwei Wochen den Mitaufsteiger MLK Volleys Köln

„Wir trainieren dreimal besser als das, was ich im Spiel sehe“, merkte Coach Rieskamp zum eher fehlerlastigen Auftritt seiner Mannen an. Bis zum nächsten Match bleiben nun zwei Wochen Zeit. Am 15. November (19.30 Uhr, Enni-Sportpark) wird Mitaufsteiger MLK Volleys Köln in Rheinkamp erwartet. Die Domstädter haben bisher nur einen Zähler mehr als Moers, aber noch zwei Matches in der Hinterhand.

Bis dahin wollen die Adler einen Ersatzspieler für Martin Djordjevic präsentieren. Coach Rieskamp hätte einen möglichen Topzugang natürlich möglichst bald. Doch nach dem Fehlgriff mit Djordjevic auf Außen/Annahme soll es diesmal mit der Personalauswahl besser klappen.

MSC-Start-Sechs: Bertea, Ihde, Schattenberg, Bartsch, Broshog, Wagner; Libero: Illmer - eingewechselt: Haug, T. Tanneberger.