Damenbasketball

Marek Piotrowski tritt als Headcoach des Herner TC zurück

Marek Piotrowski  ist nicht mehr Trainer des Herner TC.

Marek Piotrowski ist nicht mehr Trainer des Herner TC.

Foto: Winfried Labus / FotoPool

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„Magier“ Marek Piotrowski ist nicht mehr Trainer der Bundesliga-Basketballerinnen des Herner TC. Nach elf erfolgreichen Jahren in Herne, in denen er die heimischen Korbjägerinnen aus den Niederungen der Landesliga bis in die Eliteliga des deutschen Damenbasketballs geführt hat, zog der 53-Jährige jetzt einen Schlussstrich.

Auslöser war der schon als desaströs zu bezeichnende Auftritt seiner Mannschaft am vergangene Samstag im Heimspiel gegen die bis dahin sieglose DJK Brose Bamberg (64:80, die WAZ berichtete). „Ich habe in meiner Zeit in Herne dazu beigetragen, dass unsere Zuschauer Spaß in der Halle haben. Was die Mannschaft aber am Samstag gezeigt hat, ist nicht meine Welt. Aber ich habe das Team zusammen gestellt, und daher übernehme ich auch die Verantwortung. Ich gehe, damit der Verein nicht fünf Spielerinnen nach Hause schicken muss“, sagte Piotrowski im Gespräch mit der WAZ.

„Tiefpunkt in meiner Karriere“

Rückschläge hatte es für Piotrowski trotz des beispiellosen Höhenflugs, der im Jahr 2007 mit dem ersten Aufstieg in die 1. Bundesliga gipfelte, zwar auch in der Vergangenheit gegeben. So 2008, als der HTC als Tabellenletzter eigentlich abgestiegen war, aber vom Rückzug einer anderen Mannschaft profitierte. Oder 2011, als sein Team den Abstieg nicht mehr verhindern konnte, diesen Betriebsunfall aber in der letzten Saison mit dem direkten Wiederaufstieg korrigierte. Aber eine Leistung wie am Samstag, eine solche Einstellung seiner Spielerinnen in einem schon richtungsweisenden Saisonspiel, die wollte Piotrowski nicht akzeptieren: „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Das war ein Tiefpunkt in meiner Karriere.“

Mit seinem Rücktritt drückt der bisherige Headcoach aber nicht nur seine maßlose Enttäuschung aus, sondern will auch gleichzeitig ein Zeichen setzen: „Jetzt stehen die Spielerinnen in der Pflicht. Noch bleiben für die Mannschaft 14 Saisonspiele und damit die Chance, den Klassenerhalt zu erreichen.“

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