Damenbasketball, 1. Bundesliga

Herner TC bleibt erstklassig

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Geschäftsführer Barbknecht bestätigt den DBBL-Beschluss. Beim HTC stürzen sich jetzt alle an die Arbeit, um ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Fünf Spielerinnen haben Zusagen gegeben.

Von Wolfgang Volmer

Der Herner TC wird auch in der Saison 2008/2009 in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga (1. DBBL) auf Korbjagd gehen. „Ja, das ist definitiv so”, bestätigte DBBL-Geschäftsführer Achim Barbknecht auf WAZ-Anfrage diese Entscheidung, welche die DBBL-Vereine auf ihrer Tagung in Frankfurt ohne Widerspruch fällten.

Der sportliche Abstieg ist somit Makulatur und markiert keinesfalls das Ende des Herner Höhenflugs. Im Gegenteil: „Wir haben in unserer ersten DBBL-Saison eine Menge gelernt”, betont Trainer Marek Piotrowski. „Jetzt haben wir viel mehr Zeit und können viel besser planen. Ab sofort glühen die Drähte, damit wir ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine stellen können.”

Wie schnell das geschehen und wie konkurrenzfähig der neue HTC sein wird, hängt in erster Linie von den finanziellen Spielräumen ab. Aber auch da hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Die Sponsoren, die den HTC bislang unterstützt haben, werden wohl bei der Stange bleiben, ihr Engagement zum Teil auch aufstocken, von anderen gab es bereits positive Signale. „Da gibt es einige neue Optionen. Jetzt können wir richtig einsteigen, denn jetzt wissen wir, dass es um die erste Liga geht”, erklärt Martin Bembenek, der für den HTC im Bereich Finanzen tätig ist und den Verein auch in der DBBL vertritt.

Aus Frankfurt brachte Bembenek noch weitere Neuigkeiten mit. Drei bereits angedachte Regelungen wurden fest gezurrt. So muss künftig für jedes Team zu jeder Zeit mindestens eine deutsche Spielerin auf dem Parkett stehen. Für diese Vorgabe machte sich besonders Bundestrainer Imre Szittya stark, der die internationale Konkurrenzfähigkeit der Nationalmannschaft steigern möchte. Diesem Ziel dienen auch die weiteren Neuerungen. So dürfen künftig alle U-24-Spielerinnen (bislang U 22) in zwei Mannschaften desselben Vereins spielen. Zudem ist jeder Erstligaverein verpflichtet, Mädchenmannschaften in allen Altersklassen zu melden.

Einige Vereine werden also umdenken müssen, um diese Auflagen zu erfüllen. Der HTC nicht. „Herne hat bislang schon prima mit deutschen Spielerinnen gearbeitet. Das ist einer der Vereine, die da schon auf einem relativ guten Weg sind”, lobt auch Achim Barbknecht das Herner Gesamtkonzept.

Mit einem Effekt aber wird auch der HTC zu kämpfen haben. Erstklassige deutsche Spielerinnen werden heiß begehrt und damit teuer werden. Wie zum Beispiel Anna Görg, trotz ihrer gerade 21 Jahre eine des besten deutschen Centerinnen. „Es wird verdammt schwer, Anna Görg zu halten”, befürchtet auch Hernes Damen-Koordinator Heiko Dittinger. „Es wird wohl kaum einen Verein geben, von dem sie kein Angebot erhält.”

Jetzt, wo die Erstklassigkeit gesichert ist, wird auch der HTC das Gespräch mit Görg suchen. Fünf Spielerinnen aus dem letztjährigen Kader hatten schon vorher, unabhängig von der Ligazugehörigkeit, ihre Zusage gegeben: Kapiän Lucie Balandis, Marysia Kuras, Emina Karic, Mirja Goddemeier und Lena Hoffarth. „Alles Weitere muss man sehen. Jetzt brauche ich drei, vier sehr starke Spielerinnen als Gerüst, um darum das Team zu bauen”, sagt Trainer Piotrowski.

An die Arbeit.

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