Zusammenfassung
- Jürgen Schubert, Geschäftsführer des Herner EV, verstarb im Alter von 60 Jahren nach schwerer Krankheit
- Schubert war maßgeblich an der Gründung des Eishockey-Verbands NRW und einer der Wegbereiter der Oberliga Nord
- Die Trauerfeier für Schubert wird am 22. April in Herne stattfinden - in einem besonderen Rahmen
Der Tod von Jürgen Schubert löste große Betroffenheit in Eishockey-Deutschland aus. Am Montag, 14. April, hatte der Herner EV bekanntgegeben, dass sein Geschäftsführer im Alter von 60 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist.
Schubert hatte seit 2011 beim HEV in der Verantwortung gestanden, er war einer der entscheidenden Protagonisten bei der Gründung des Eishockey-Verbands NRW (EHV) und damit einer der Wegbereiter der Oberliga Nord. Unter seiner Führung ging die Eishalle am Gysenberg in den Besitz des Vereins über.
Herner EV: Trauerfeier am Dienstag, 22. April, auf dem Friedhof an der Wiescherstraße
Am Dienstag wurde bereits eine kleine Gedenkstätte an der Hannibal-Arena errichtet, beigesetzt wird Schubert in der kommenden Woche (Dienstag, 22. April) auf dem Friedhof an der Wiescherstraße in Herne. Die Trauerfeier beginnt um 12 Uhr. Es solle eine „bunte Veranstaltung“ werden, teilten die Miners mit. „Daher wird gebeten, von traditioneller Trauerbekleidung abzusehen und stattdessen mit Stolz das eigenen Vereinstrikot, die Motorradkluft oder das Lieblingsoutfit zu tragen. In den Farben getrennt, in der Sache vereint!“
Hier lesen Sie die wichtigsten Reaktionen auf den Tod von Jürgen Schubert.
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Rolf Meinhardt, Geschäftsführer des Herner EV, der seit 2011 mit Schubert zusammenarbeitete: „Ich war selbst noch am Sonntag gemeinsam mit Nicole Adler und Björn Muthmann (Geschäftsleitung des HEV, Anm. d. Red.) bei Jürgen im Hospiz. Das hat uns alles sehr, sehr mitgenommen, das kann man gar nicht begreifen. Es ist natürlich ein riesiger Verlust für uns, weil wir ihn jetzt auch nicht mehr fragen können: Jürgen, was tun wir, was machen wir? Er fehlt an allen Ecken, ist der Retter des HEV gewesen. Der Verein ist sein Baby, das muss erhalten bleiben. Wir sind ihm eigentlich schuldig, dass es weitergeht. Ohne Jürgen hätte es kein Eishockey in Herne mehr gegeben.“
Klaus Herzmanatus, ehemaliger Bergmann und 1. Vorsitzender und Geschäftsführer des Trägervereins Hugo Schacht 2: „Die Herne Miners hatten bei uns im Schacht zwei der Zeche Hugo viele Fototermine und Videodrehs. Dadurch ist ein guter und enger Kontakt zu Jürgen entstanden. In der Phase, als seine Erkrankung bekannt wurde, haben Björn Muthmann und ich ihm eine heilige Barbara geschenkt. Es macht einen schon sehr, sehr betroffen, weil Jürgen einfach ein wahnsinnig toller Mensch war, der sicherlich Ecken und Kanten hatte - so wie alle im Ruhrgebiet. Aber er war ein Macher und hat hauptsächlich dazu beigetragen, dass es in Herne überhaupt noch Eishockey gibt. Ein toller Mensch, ein toller Kumpel. Die Guten trifft es leider zu früh.“

Moskitos Essen: „In tiefem Respekt nehmen wir Abschied von einem Menschen, der mit Leidenschaft und Herzblut für den Eishockeysport gelebt hat. Jürgen war nicht nur Geschäftsführer des Herner EV, sondern für viele auch ein geschätzter Wegbegleiter, ein fairer Rivale – und über all das hinaus ein Freund. Trotz aller sportlichen Rivalität verband uns eine enge, gewachsene Verbundenheit. Seine Handschlagqualität, seine ehrliche Art und sein unermüdlicher Einsatz für den Sport werden uns fehlen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und dem gesamten Herner EV. Ruhe in Frieden, Jürgen. Dein Platz an der Bande bleibt leer, aber dein Wirken bleibt unvergessen.“
„Eine herausragende Persönlichkeit des Herner Sports“
Füchse Duisburg: „Unser aufrichtiges Beileid. In dieser schweren Zeit sind unsere Gedanken bei Jürgen und seinen Angehörigen.“
Eishockey-Oberliga Nord: „Mit Jürgen Schubert verliert das Deutsche Eishockey einen unermüdlichen Kämpfer für den Sport nicht nur an seinem Standort Herne, den er maßgeblich geprägt hat. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Oberliga reformiert werden konnte und ihre heutige Struktur bekommen hat. Jürgen war stets meinungsstark und sicherlich auch streitbar, aber immer geradeaus und ehrlich. Gerade deshalb werden wir ihn besonders vermissen.“
Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne: „Herzliches Beileid aus dem Herner Rathaus. Eine herausragende Persönlichkeit des Herner Sports ist von uns gegangen und hinterlässt eine große Lücke.“
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Thomas Böttcher, Vorsitzender der Moskitos Essen: „Ruhe in Frieden Jürgen. Mein Beileid und der Familie ganz viel Kraft in den kommenden Wochen. Unsere letzte gemeinsame Fahrt hatten wir vor fünf Wochen, als ich Dich nach deiner Chemotherapie in Essen nach Hause brachte. Da haben wir noch Pläne für die Zukunft geschmiedet. Danke für eine gute gemeinsame Zeit!“



