Willkommen im Abstiegskampf. Auch wenn es noch früh ist in der Saison: Wie sich die Herner beim kläglichen 0:3 (0:1) gegen Eintracht Rheine am Schloss präsentierten, gehen sie in der Oberliga ganz schweren Zeiten entgegen. So sah es wohl auch der vor gut einer Woche ins Amt gewählte Vorsitzende Uwe Heinecke. Der wartete nach dem Schlusspfiff am Marathontor auf seine gefallenen Helden. „18 Uhr Besprechung im Presseraum. Alle“, raunzte er jeden an. „Wer fehlt, kann seine Tasche gleich packen.“ Krisensitzung also? „Ja. Wir müssen mal ein bisschen durchlüften“, antwortete Heinecke. Das klang stark auch nach personellen Konsequenzen.
Eines muss man vor allem Trainer Christian Knappmann zugute halten. Er hat vieles versucht. Vielleicht sogar zu vieles. Aber nichts funktionierte wirklich. In seiner Anfangs-Elf stand mit Manuel Dieckmann nur ein Neuzugang, der mit Maurice Haar für mehr spielerische Substanz im Zentrum sorgen sollte. Dieckmann war es dann auch, den Knappmann gleich zur Pause in der Kabine ließ. Nach etlichen Umstellungen in allen Mannschaftsteilen beendeten allein Torwart Seifried und Rößler die Partie auf der Position, auf der sie begonnen hatten.




