Ein hochkarätiger Triathlon-Wettbewerb auf Weltklasse-Niveau jagt derzeit in Deutschland den nächsten. Nur eine Woche nach der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt am Main blickt die Szene der Dreikämpfer jetzt aufs fränkische Triathlon-Mekka, wenn am Sonntag die Challenge in Roth über die Bühne gehen wird. Der Hattinger Jan Stratmann, der dem PV Triathlon Witten TG Witten angehört, ist einer der ganz heißen Kandidaten für einen Platz auf dem Siegerpodest.
„Bislang war es ein holpriges Jahr für mich“, sagt Jan Stratmann und macht dabei aus seinen zum Teil gemischten Gefühlen keinen Hehl. Eine Rückenverletzung verfolgte ihn eine ganze Weile, bislang steht lediglich ein beendeter Wettkampf (in Venedig) für ihn in den Ergebnislisten. Reicht das für einen ganz großen Wurf bei einem der bedeutendsten Langstrecken-Rennen der Welt? „Ich denke, die Form ist jetzt richtig gut - die Karten werden am Sonntag neu gemischt. Es kann alles passieren“, sagt der 30-Jährige.
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Die Rennen in der Spitze haben sich so sehr verändert - du darfst dir einfach keine Schwäche mehr erlauben.
Jan Stratmann (30),, Triathlon-Profi aus Hattingen, vor der Challenge in Roth
Zwischenzeitlich hatte er eine Laufpause einlegen müssen, die Schmerzen ließen es nicht anders zu. Jetzt aber ist der baumlange Triathlon-Profi seit rund sieben Wochen wieder voll im Training, konnte die Umfänge immer weiter steigern. Das anspruchsvolle Rennen in Franken stellt die Athleten - auch bei den Profis - aber vor ganz besondere Herausforderungen. Zumal die Konkurrenz für Jan Stratmann hochkarätig und namhaft ist. „Da sind dieses Jahr wieder sehr viele richtig gute Leute dabei, unter anderem mit Frederic Funk und Jonas Schomburg, der letzte Woche in Frankfurt wegen eines Rad-Defekts ja nicht ins Ziel kam, auch zwei starke Deutsche“, weiß Stratmann. Für ihn gehören auch der Franzose Sam Laidlow (Ironman-Weltmeister 2023) und dessen LandsmannVincent Luis zu den Top-Kandidaten auf eine Podiums-Platzierung.

Rang vier im Vorjahr, als Stratmann nur rund 30 Sekunden von einem Medaillenrang trennten, betrachtet der Profi als persönliche Herausforderung. „Gemeinsam mit meinem Trainer habe ich in diesem Jahr alles auf die Wettbewerbe in Roth und bei der Weltmeisterschaft in Nizza ausgerichtet“, seine Motivation könnte kaum größer sein. Seine Zeit aus dem Vorjahr (7:38,57 Stunden) dürfte für den 30-Jährigen als Richtwert gelten, damals siegte der Däne Magnus Ditlev (7:23,24 std.) - Letzterer ist aber ebenso wenig in Roth dabei wie Ex-Weltmeister Patrick Lange.
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Neuer Rennanzug soll dem Hattinger zur Top-Platzierung verhelfen
Der Medien-Marathon, den die Top-Athleten wie Jan Stratmann am Donnerstag hinter sich bringen mussten, war die erste anspruchsvolle Prüfung. Jetzt gilt der volle Fokus dem Rennen, für das kurzfristig noch weitere Cracks der Szene nachgemeldet haben. „Die Rennen in der Spitze haben sich so sehr verändert - du darfst dir einfach keine Schwäche mehr erlauben“, sagt der Hattinger Triathlon-Profi. Vielleicht funktioniert ja sein neu gestalteter Rennanzug als Glücksbringer für einen der Saisonhöhepunkte.



