Handball Oberliga

VfL hat beim 28:29 genug Chancen, das Spiel zu gewinnen

Kreisläufer Sebastian

Kreisläufer Sebastian

Foto: Andreas Hofmann

Gladbeck kassiert gegen Jöllenbeck die erste Heimpleite. Die Gründe: Mangelhafte Deckung, Chancenverwertung und Einstellung.

VfL Gladbeck -
TuS 97 BI-Jöllenbeck 28:29

VfL: Korona (1.-14.), Büttner (14.-60.) - Krönung (8/2), Dalian (5), Winkelmann (3), Bach (3), Sankalla (3/2), Giesbert (3), Janus (1), Blißenbach (1), Brockmann (1), Dervisevic, Alkemper(n.e.), Kalhöfer (n.e.).

Spielfilm: 1:4 (4.), 4:5 (6.), 5:10 (13.), 9:12 (18.), 13:14 (24.), 13:16 (Hz.). - 13:17 (33.), 17:17 (38.), 20:20 (46.), 26:26 (55.),27:29 (59.), 28:29 (60.)

Rote Karte: Mühlbeier/Jöllenbeck (38.)

Die letzte Szene war bezeichnend für das Spiel des VfL Gladbeck am Sonntag. 28:29, neun Sekunden noch auf der Uhr, um wenigstens einen Punkt gegen den TuS Jöllenbeck zu holen. Björn Sankalla stürmte mit dem Ball in die gegnerische Hälfte, verschätzte sich aber offenbar mit der Spielzeit und schloss zu früh ab, statt ein oder zwei Schritte mehr zu machen und eine bessere Position zu haben.

Defftes Fazit: „Das war unnötig“

So hatte Jöllenbecks Torwart kein Problem, den Ball zu halten und zwei Sekunden später dröhnte die Schlusssirene durch die trotz des ungewöhnlichen Spieltermins am Sonntagnachmittag gut gefüllte Riesenerhalle, die sich dann zügig leerte.

Bezeichnend für das Spiel: Der VfL zeigte über weite Strecken zu wenig, um zu gewinnen, hatte trotzdem alle Chancen dazu – und stand sich dann selbst im Weg. „Das war unnötig“, meinte Trainer Sven Deffte nachher, der schon früh im Spiel Anpassungen vornehmen musste.

Philipp Korona, der im Tor beginnen durfte, bekam kaum eine Hand an den Ball, wurde von seinen Vorderleuten aber auch alleingelassen. Resid Dervisevic, der erstmals am Kreis beziehungsweise im Mittelblock startete, war kaum ins Spiel eingebunden. Beide tauschte Deffte schon in der ersten Viertelstunde aus. „Das war unterirdisch“, sagte der Trainer nachher über den Start ins Spiel, „die Einstellung war schlecht.“

Mit Janus und Büttner verteidigt der VfL viel besser

Fünf Tore waren die Gäste da schon vorne, vor allem weil Gladbeck viel zu halbherzig verteidigte. Zwölf Tore kassierte der VfL in der ersten Viertelstunde – viel zu viel.

Die Gäste aus Jöllenbeck, die in der Hinrunde nur zwei Spiele gewonnen hatten, hatten das Spiel aber keinesfalls im Griff. Mit dem angeschlagenen Sebastian Janus und Sebastian Büttner im Tor, stand die Deckung viel besser. Jetzt haperte es aber woanders.

Der VfL blieb zum Ende der ersten Halbzeit mehr als sechs Minuten ohne Torerfolg, ging so mit drei Toren Rückstand in die Pause. „Immer wenn wir dran waren, haben wir vorne die Bälle weggeworfen“, ärgerte sich Sven Deffte. „Ich bin mir sicher, dass das Spiel ganz anders läuft, wenn wir nur einmal in Führung gehen.“

VfL schafft es einfach nicht, in Führung zu gehen

Doch diese Führung passierte nicht. Und das, obwohl Gladbeck beim 17:17 erstmals und bis zum 26:26 insgesamt zehn Mal den Ausgleich erzielte. Vorne wählte der VfL aber zu oft die falschen Würfe und leistete sich technische Fehler, traf zu allem Überfluss auch noch sechsmal Latte oder Pfosten.

Beim Stand von 19:19 scheiterte Janus freistehend am Kreis am Torwart und Max Krönung verwarf einen Siebenmeter. Die Deckung war nicht in der Lage den Jöllenbecker Rückraum zu stoppen, dazu nicht auf der Höhe bei Abprallern.

Am Ende ließ Deffte Florian Bach vorgezogen in der 5:1-Deckung verteidigen, um den achtfachen Torschützen und Spielmacher Kopschek aus dem Spiel zu nehmen, doch dadurch taten sich dahinter große Lücken auf. Jöllenbeck ließ dem VfL zwar in den letzten Sekunden sogar noch die Chance, immerhin die erste Heimniederlage der Saison zu verhindern, Sankalla konnte diese aber nicht nutzen.

Jetzt warten zwei ganz schwere Spiele für Gladbeck

Ein bitterer Start ins neue Jahr für die Roten, auf die jetzt zwei harte Spiele warten: Erst in zwei Wochen beim Tabellenzweiten Altenhagen, danach kommt dann der Dritte ASV Hamm II nach Gladbeck. Von wegen frohes Neues.

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