In einem an Spannung kaum zu überbietenden Spiel haben die Handballerinnen des VfL Gladbeck in der ersten Runde des Kreispokals am Dienstagabend überraschend den Bezirksligisten HSV Herbede mit 34:33 geschlagen.

VfL Gladbeck -
HSV Herbede 34:33 (17:14)

VfL: Langanke – Appelt (10/3), König (8/1), Keyser, Kuhlmann (je 4), Buddenborg (3), Brockmann, Kirsten (je 2), Dapic (1), Dusza, Franz, Worecki.

Die neu gegründete Gladbecker Mannschaft, die in der untersten Spielklasse, der Kreisklasse, antritt, ging als krasser Außenseiter in die Pokalpartie. Die Gladbeckerinnen starteten furios und lagen nach neun Minuten bereits mit 8:2 in Führung. Diesen Vorsprung verteidigten sie bis zur 20. Minute, ehe die Wittenerinnen ihre Stärken ausspielten und den Rückstand bis zur Pause auf drei Tore verkürzten.

Die Abwehr kämpfte aufopferungsvoll

In Durchgang zwei machten die körperlich weit überlegenen Gäste dann ernst: Es ging ein Ruck durch die Mannschaft des zwei Klassen höher spielenden Bezirksligisten. Die Wittenerinnen wurden giftiger in ihren Aktionen und es war zu spüren, dass sie das Spiel nicht verlieren wollten. Mitte der zweiten Hälfte kippte das Spiel. Herbede glich aus und lag sieben Minuten vor dem Ende dann 32:29 vorne. Aber die Gladbeckerinnen steckten nicht auf.

Obwohl das intensive Spiel an den Kräften gezehrt hatte, wurden die Bälle im Angriff weiter sicher versenkt. Der Schlüssel zum Erfolg lag dann aber in der aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr. Mit einem 5:1-Lauf wurde das Spiel wieder gedreht. 30 Sekunden vor dem Ende gelang Tizia Appelt das 34:33. Herbede hatte noch den letzten Angriff, brachte den Ball nicht mehr im VfL-Tor unter.