Schwimmen

VfL Gladbeck: Steiger stürzt und schwimmt danach Bestzeit

Jessica Steiger rutschte in der Schwimmhalle von Bergen aus und stürzte auf die Schulter. Danach lieferte sie ein furioses Rennen über 100m Freistil ab.

Jessica Steiger rutschte in der Schwimmhalle von Bergen aus und stürzte auf die Schulter. Danach lieferte sie ein furioses Rennen über 100m Freistil ab.

Gladbeck.   Drama um Jessica Steiger: Die VfLerin verletzte sich in Bergen bei einem Sturz in der Schwimmhalle an der Schulter. Danach trumpfte sie groß auf.

Drama um Jessica Steiger: Die VfLerin rutschte beim Bergen Swim Festival in der Halle aus und zog sich bei dem Sturz eine schmerzhafte Verletzung an der Schulter zu. Die 26-jährige Gladbeckerin biss aber auf die Zähne - und wurde in Norwegen über 100 Meter Freistil mit einer Topzeit belohnt.

Steiger belegt nun Platz eins in der Jahresbestenliste

Im Vorlauf schlug Steiger in persönlicher Bestzeit von 55,10 Sekunden am Beckenrand an. Es kam aber noch besser: Im Finale knackte sie erstmals die 55,00-Sekunden-Marke. 54,82 Minuten stehen nun für die VfLerin zu Buche. Damit führt sie aktuell die nationale Jahresbestenliste an. Und auch wenn die stärkste Deutsche über diese Strecke, Annika Bruhn aus Karlsruhe, in dieser Saison noch gar nicht an den Start gegangen ist, darf sich Jessica Steiger nun gute Chancen ausrechnen, bei der Weltmeisterschaft in Südkorea als Mitglied der deutschen 4x100m-Freistilstaffel dabei zu sein.

Harry Schulz, Jessica Steigers Heimtrainer, war, was wirklich nur äußerst selten vorkommt, sehr zufrieden mit seinem Schützling. Er bekannte nach ihren Freistil-Starts frank und frei: „Ich bin stolz auf Jessi.“

Über 100m Brust siegt Jessica Steiger vor Anna Elendt

Über 100 Meter Brust sicherte sich Steiger noch in 1:08,51 Minuten Rang eins. Dabei verwies sie Anna Elendt (Darmstadt), die über diese Distanz wohl ihre größte Konkurrentin im Rennen um einen Staffelplatz sein dürfte, auf Platz zwei. Elendt erreichte nach 1:08,97 Minuten das Ziel.

Steiger wollte in Bergen eigentlich über 200 Meter Brust die Norm von 2:24,90 Minuten für die Weltmeisterschaften angreifen. Doch am Tag nach ihrem Sturz war daran infolge der Schmerzen, die sie nun erst so richtig spürte, nicht zu denken. Eine Physiotherapeutin riet Jessica Steiger sogar von einem Start ab. Die VfLerin stellte sich ungeachtet dessen der internationalen Konkurrenz und gewann das Rennen zeitgleich mit der Lokalmatadorin Stina Kajsa Colleou in 2:27,97 Minuten.

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