Handball Oberliga

VfL Gladbeck gegen Schalke: Mehr als Tausend sehen das Derby

500 Augenpaare auf den dicht gepackten Rängen verfolgten Björn Sankalla & Co. gegen Schalke – und noch mehr im Internet.

500 Augenpaare auf den dicht gepackten Rängen verfolgten Björn Sankalla & Co. gegen Schalke – und noch mehr im Internet.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Der Livestream der Partie des VfL gegen Schalke 04 sehen etwa genau so viele wie in der Halle. Der VfL ist froh – und hat noch Luft nach oben.

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Die Riesenerhalle war rappelvoll beim Oberliga-Derby zwischen dem VfL Gladbeck und Schalke 04. Kein freier Zentimeter mehr auf der Tribüne, mehrere Reihen Stehplätze oben auf dem Gang. 500 Zuschauer – ausverkauft, meldeten die Gladbecker stolz. Insgesamt sahen sogar über 1000 Leute das Handball-Highlight im Ruhrgebiet, und es waren nicht die in der Halle, die für einen Rekord sorgten.

Erstmals übertrug der VfL das Spiel nämlich auch live ins Internet, auf sportdeutschland.tv konnte jeder, der wollte, zuschauen. In aller Welt, wie man so leicht sagt, wurde das Spiel zwar vermutlich nicht gesehen – aber doch in einer weiteren Umgebung. Auf seiner Facebook-Seite hat der VfL ein Video veröffentlicht, wie die Arbeitskollegen von Max Krönung vor dem Livestream mitfiebern und mitjubeln.

„Ein ehemaliger VfLer hat uns geschrieben, dass er aus Troisdorf zuschaut“, berichtet Handball-Abteilungsleiter Tim Deffte. „Und Christoph Enders lag krank im Bett und hat aus Dinslaken zugeguckt.“ Ob wegen der weiten Anreise oder, wie beim ehemaligen Kreisläufer Enders, aus gesundheitlichen Gründen – gerade für die, die es nicht in die Halle schaffen, sollte der Livestream ein neues Angebot sein.

150mal wird das Spiel sogar im Re-Live angesehen

Insgesamt knackte der VfL so sogar die Tausender-Marke: 500 Fans waren in der Halle, dazu wurde der Livestream 448mal aufgerufen (mit vermutlich oft auch mehreren Leuten vor einem Bildschirm). Obendrauf kamen bis Dienstagmittag noch rund 150 Abrufe im Re-Live – das komplette Spiel ist noch immer abrufbar.

„Ich glaube, dass wir einige Fans haben, die verzogen sind, oder einfach weiter weg wohnen“, so Deffte, der sich keine Sorgen um die Zuschauer in der Halle macht – auf den Rängen hat der VfL schon seit Jahren ein treues Publikum, bemüht sich aber auch immer wieder um neue Fans. Das Ergebnis: Ein bemerkenswerter Zuschauerschnitt von knapp 400 Fans in dieser Saison.

Deffte freute sich: „Gerade gegen Schalke habe ich auch einige Gesichter gesehen, die zum ersten Mal in der Halle waren. Darüber sind wir sehr zufrieden, wie viele Leute immer da sind und vor allem auch immer Stimmung machen.“

Mit den Zahlen könne er sehr gut leben, meint Tim Deffte, die Tausender-Marke ist natürlich eine Hausnummer. Und der VfL hat sich auch noch etwas Luft nach oben gelassen. „Leider konnten wir keinen Spielkommentar anbieten“, so Deffte.

Mollenhauer und Singh-Toor: Nächstes Mal mit Live-Kommentar

Ex-Drittliga-Spieler und Jugendtrainer Don-Singh Toor und der verletzte Kapitän Thorben Mollenhauer standen zwar bereit, „uns fehlte aber ein Headset.“

So musste den Internet-Zuschauern die beeindruckende Geräuschkulisse der roten (und königsblauen) Wand reichen, schon beim nächsten Heimspiel gegen Haltern-Sythen am 30. November soll es dann auch einen Live-Kommentar geben. So dass, wenn es nach den Gladbeckern geht, wieder eine vierstellige Zuschauerzahl zusammenkommt – und am Ende auch nicht nur ein, sondern zwei Punkte für den VfL.

schalkes herz hat nur einen schrittmacher

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