Schwimmen

VfL Gladbeck: Für Jessica Steiger geht’s schon um alles

Jessica Steiger will in Bergen und Stockholm  die WM-Norm über 200 Meter Brust attackieren. Der Deutsche Schwimm-Verband fordert von seinen Aktiven über diese Strecke eine Zeit von 2:24,90 Minuten.Foto:dpa

Jessica Steiger will in Bergen und Stockholm die WM-Norm über 200 Meter Brust attackieren. Der Deutsche Schwimm-Verband fordert von seinen Aktiven über diese Strecke eine Zeit von 2:24,90 Minuten.Foto:dpa

Gladbeck.   Jessica Steiger (VfL Gladbeck) will in Bergen die Norm für die Schwimm-WM über 200m Brust attackieren. Sie geht aber gehandicapt an den Start

Ihr Ziel ist klar definiert. Jessica Steiger möchte sich für die Schwimm-Weltmeisterschaften qualifizieren, die vom 12. bis zum 28. Juli im südkoreanischen Gwangju ausgetragen werden. Allzu viele Chancen dazu bieten sich der Top-Athletin des VfL Gladbeck jedoch nicht. „Es geht im Prinzip schon jetzt um alles“, sagt die 26 Jährige mit Blick auf ihre anstehenden Starts in Bergen/Norwegen am Wochenende (5. bis 7. April) und Stockholm/Schweden in der Woche darauf.

Am Donnerstag, 4. April, jettet Jessica Steiger mit ihrem Trainer Harry Schulz um 11.45 Uhr ab Düsseldorf nach Oslo, von dort geht’s weiter nach Bergen. Die Hoffnung, ein Ticket für die WM zu ergattern, die fliegt natürlich mit. Denn anders als in den vergangenen Jahren fordert der Deutsche Schwimm-Verband von seinen Aktiven bekanntlich keine utopische Zeit mehr über die 200 Meter Brust. Vielmehr sind 2:24,90 Min. in diesem Frühjahr für Steiger und ihre Konkurrentinnen das Maß aller Dinge. 2:24,90 Min., das hört sich doch halbwegs machbar an. „Das ist aber immer noch Deutscher Rekord“, betont Steiger, die ja vor rund zwei Jahren die derzeit gültige nationale Bestmarke von 2:25,00 Min. aufgestellt hat.

Steiger absolviert Höhentrainingslager in Spanien

Kann der große Coup glücken, kann die Gladbeckerin ihren eigenen Rekord knacken? Sie selbst gibt sich ein wenig skeptisch. „In diesem Jahr bin ich noch nicht so gute Zeiten geschwommen“, sagt Steiger. Das wird sie nun versuchen, erst in Bergen und dann in Stockholm, wo sie auf handverlesene internationale Konkurrenz trifft und die Rennen daher entsprechend schnell sein dürften.

Allerdings geht die VfLerin, die zuletzt ein Höhentrainingslager absolviert hat, leicht gehandicapt an den Start. „Ich habe mich in der vergangenen Woche erkältet“, verrät Steiger. Konsequenz: Sie war Dauergast beim Arzt. „Viermal war ich beim HNO“, berichtet sie der WAZ. Alles habe sie ausprobiert, um bloß keine Antibiotika einnehmen zu müssen. Inzwischen fühle sie sich wieder ganz gut: „Das Problem ist, dass ich nicht ganz so gut Luft kriege.“ Was allerdings für ein top Rennen über 200 Meter Brust sogar ein ziemlich großes Problem darstellt.

Starts bei der EM und der Kurzbahn-WM

Auch deshalb verfolgt Jessica Steiger wie bereits in den vergangenen Jahren einen Plan B. Der besteht darin, über 100 Meter Freistil und 100 Meter Brust möglichst gute Zeiten zu schwimmen, um sich für Startplätze in den Staffeln zu empfehlen. Im vergangenen Jahr schaffte sie es auf diesem Weg sowohl zur EM als auch zur Kurzbahn-WM.

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