Volleyball

TV Gladbeck: Überflieger dürfen nun in der Verbandsliga ran

Sie spielen in der neuen Saison für den TV Gladbeck in der Frauenvolleyball-Verbandsliga: Nele Ahmann, Leonie Mülders (sie soll zum TVG zurückkehren, ist aber für die Frauen noch nicht spielberechtigt) und Melisa Demirer. 

Sie spielen in der neuen Saison für den TV Gladbeck in der Frauenvolleyball-Verbandsliga: Nele Ahmann, Leonie Mülders (sie soll zum TVG zurückkehren, ist aber für die Frauen noch nicht spielberechtigt) und Melisa Demirer. 

Foto: Andreas Hofmann / Funke Foto Services

Gladbeck.  Zuletzt feierten die Volleyballerinnen des TV Gladbeck III den Aufstieg in die Landesliga. Nun darf das Team als TVG II in der Verbandsliga ran.

Sie sind sozusagen die Überflieger in der Volleyballabteilung des TV Gladbeck. In der vergangenen Saison feierte das blutjunge Team der Blau-Weißen, das vor allem aus U16-Spielerinnen bestand, als Drittvertretung den Aufstieg in die Landesliga. Nun dürfen die begabten Talente diese Klasse überspringen - und als Zweite in der Frauen-Verbandsliga ran.

Unlängst adelte Peter Pourie, Trainer des Westdeutschen Volleyball-Verbands, diese TVG-Auswahl als eine der besten U18-Mannschaften des Landes. Ein Lob, das sein Gladbecker Trainerkollege Carsten Knoth natürlich gerne gehört hat. „Tatsache ist, dass unser Team Ballgewandtheit, Spielverständnis und Zusammenhalt auszeichnen“, sagt Knoth, der gemeinsam mit seiner Gattin Britta für den TVG II verantwortlich zeichnet.

Henriette Doll ist aus Oberhausen zum TV Gladbeck gewechselt

Den Kern der neuen zweiten Mannschaft bilden Spielerinnen, die vor etwas mehr als zwei Jahren für die Blau-Weißen an der Deutschen U14-Meisterschaft in Gladbeck teilgenommen und bei den nationalen Titelkämpfen unerwartet den sechsten Platz belegt haben. Seither hat sich das Team noch weiterentwickelt, unter anderem in der vergangenen Saison, in der es über die Relegation den Aufstieg in die Landesliga gefeiert hat.

Zwei Abgänge müssen jedoch verkraftet werden: Rafaela Rietz und Marlene Wittkamp haben sich vorerst in Richtung USA verabschiedet. Erstgenannte besucht ein College in Indiana, Wittkamp geht nun in Texas zur Schule. Dem steht ein externer Zugang gegenüber: In Henriette Doll hat sich ein Talent, das zuletzt für den TV Jahn Königshardt in Oberhausen aktiv war, dem TV Gladbeck angeschlossen.

Zum Auftakt empfängt der TV Gladbeck II den SV BW Dingden II

Welches Ziel verfolgt der TV Gladbeck II in der Frauen-Verbandsliga? „Weil wir“, so Britta Knoth, „eine U18 sind, die in der vergangenen Saison noch in der Bezirksliga gespielt hat, sollte die eigentliche Maßgabe sein, nicht abzusteigen.“ Allerdings habe die Mannschaft zuletzt bei Turnieren in Lünen und Schwerte (unter anderem gegen eine Verbandsauswahl und höherklassigen Gegnern) so stark aufgespielt, dass die Blau-Weißen nun die ersten drei Saisonspiele abwarten wollen, ehe die Trainer eine Vorgabe machen wollen.

Apropos erste Saisonspiele. Gleich zum Auftakt empfängt der TV Gladbeck II in der Frauen-Verbandsliga 2 die zweite Mannschaft des Nord-Zweitligisten SV Blau-Weiß Dingden. „Die Blau-Weißen sind für mich der Favorit auf den Aufstieg“, sagt Carsten Knoth, der daher den Vergleich mit dem Team aus dem Kreis Wesel schon als richtungweisend bezeichnet.

Übrigens: Vor der vergangenen Saison hat der damalige TV Gladbeck III in der Bezirksliga auch „nur“ den Klassenerhalt angepeilt. Der Ausgang dieser Geschichte ist bekannt . . .

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