Mädchenhandball

Gladbecker Mädchenteams spielen Oberliga im Doppelpack

Justine Noelle Rui steuerte neun Tore bei, auch hier kommt sie gegen Arnsberg ganz frei zum Wurf und trifft. Es war das beste Spiel der Gladbeckerinnen.

Justine Noelle Rui steuerte neun Tore bei, auch hier kommt sie gegen Arnsberg ganz frei zum Wurf und trifft. Es war das beste Spiel der Gladbeckerinnen.

Die B-Juniorinnen feiern die Qualifikation zu Hause, die C-Juniorinen schaffen es in Steinhagen. Beide haben es dabei aber schwer.

Tanzen und feiern können sie wie die ganz Großen: „Oberliga, Oberliga, hey, hey“, riefen die B-Mädchen-Handballerinnen des VfL Gladbeck und formierten den dabei aus der Herren-Oberliga so bestens bekannten Siegerkreis auf dem Parkett der Riesener-Halle.

„Damit haben sicherlich nicht alle gerechnet“, sagte der stolze Trainer Victor Dziabel, nachdem seine kleine Mannschaft das Turnier auf dem ersten Platz abgeschlossen hatte. „Die Vorzeichen standen schlecht, aber wir konnten alle Zweifel beiseite wischen.“

Nur acht Feldspielerinnen zur Verfügung

Denn in eigener Halle konnte Dziabel auf gerade einmal auf acht Feldspielerinnen setzen, und das wo drei Spiele zu je 2x20 Minuten bevorstanden. Die Gegner aus Greven, Arnsberg und Spenge waren dazu schwer einzuschätzen. „Wir dachten aber, dass wir wir mit allen mindestens auf Augenhöhe spielen konnten“, meinte Dziabel. Und so kam es dann auch – und sogar ein bisschen besser.

Denn das 11:10 gegen den SC Greven 09 im ersten Spiel klingt zwar nach Augenhöhe, so war es aber nicht, erklärt Dziabel: „Wir haben deutlich besser gespielt, aber haben etwa zehn frei Würfe ans Torgehäuse geworfen.“ So entwickelte sich eine zähe Partie, in der die Gladbeckerinnen aber am Ende den Sieg einfuhren – gleichzeitig aber besonders im Abschluss noch Steigerungsbedarf ließen. Die Steigerung kam dann im zweiten Spiel.

Trefferzahl verdoppelt sich im zweiten Spiel

Nach elf Treffern in Partie eins traf der VfL gleich 22mal gegen den TV Arnsberg. Besonders die beiden Kreisläuferinnen Anna Kubek und Nina Willing schufen viel Raum für die Mitspielerinnen. „Wir haben von Anfang an dominiert und im Angriff lief jede Aktion“, so Dziabel. Am Ende nahmen die Gladbeckerinnen den Fuß vom Gas, so dass schließlich „nur“ ein 22:17 auf der Anzeigetafel stand – aber so konnte der VfL sich für das direkt folgende Abschlussspiel schonen.

Aber gegen die JSG Lenzinghausen-Spenge, die sehr offensiv deckte, kam der VfL nur ganz schwer ins Spiel. Zwischenzeitlich stand es 3:9, so eine Niederlage hätten die Nicht-Qualifikation für die Oberliga bedeutet. „Wir haben Ruhe bewahrt und uns Lösungen erarbeitet, vorne wie hinten“, erklärt Dziabel die folgende Aufholjagd – das 18:18 bedeute Platz eins und die Oberliga-Qualifikation. „Alle gingen auf dem Zahnfleisch, aber das war eine tolle kämpferische Leistung“, lobte der Trainer, „jede Spielerin hat heute ihren Teil beigetragen. Auch das Publikum, das uns nach vorne gepeitscht hat, hat uns geholfen.“

C-Mädchen: Alles oder nichts

Genau wie die B-Mädchen durften auch die C-Mädchen jubeln – aber auch für sie war es ganz knapp. Denn nach dem Auftaktsieg gegen die Gastgeber der Spvg. Steinhagen leistete sich das Team von Christoph Günther eine 14:17-Niederlage gegen die JSG HLZ Ahlen, wobei die Gladbeckerinnen sich mit der harten Spielweise der Gegnerinnen schwertaten. So hieß es im letzten Spiel: Alles oder nichts. Eine Niederlage gegen die JSG Tecklenburger Land hätte den Sturz in die Kreisliga bedeutet. Unter diesem Druck drehte das VfL-Team aber auf.

Schon nach wenigen Minuten stand es 5:1, bis zur Halbzeit zog der Vfl auf 13:5 davon. „Sehr konzentriert und im Abschluss sicher“, beschreibt Günther die Stärken seines Teams, das nichts mehr anbrennen ließ und sich so den Turniersieg und Oberliga-Qualifikation sicherte.

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