Handball-Oberliga

Gladbeck empfängt Schalke - Derby verspricht Spannung pur

Björn Sankalla vom VfL Gladbeck jubelt. In der vergangenen Saison spielte der VfL gegen Schalke 04 einmal unentschieden und einmal gewannen die Roten gegen die Königsblauen.

Björn Sankalla vom VfL Gladbeck jubelt. In der vergangenen Saison spielte der VfL gegen Schalke 04 einmal unentschieden und einmal gewannen die Roten gegen die Königsblauen.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gladbeck.  Das Ruhrpottderby in der Handball-Oberliga steht an: Der VfL Gladbeck empfängt den FC Schalke 04. Das Spiel verspricht einmal mehr Spannung pur!

Der Mann weiß, wovon er redet. „Im Derby“, sagt Sven Deffte, „gibt es keinen Favoriten.“ Der Trainer der Oberliga-Handballer des VfL Gladbeck, die in der Riesener-Halle den FC Schalke 04 empfangen, erinnert sogleich an die vergangene Saison.

Vor etwas mehr als einem Jahr waren Rot-Weiß und Königsblau zum ersten Male seit vielen Jahren wieder in einem Meisterschaftsspiel aufeinander getroffen. Zwischenzeitlich deutete alles auf einen Sieg des VfL hin, am Ende lag Schalke vorne. Mit zwei Toren, 30 Sekunden vor Schluss. Doch dann schlug Felix Brockmann noch zweimal für Gladbeck zu. „Am Ende konnten wir froh über den Punktgewinn sein“, erinnert sich Deffte.

Sven Deffte, Trainer des VfL Gladbeck, fordert kühle Köpfe

Der Trainer des VfL Gladbeck erwartet am heutigen Samstag ein ganz ähnliches, also hart umkämpftes und ausgeglichenes Spiel. „Hurra-Handball“, hat Deffte seiner Mannschaft gesagt, „dürfen wir gegen Schalke nicht spielen.“ Vielmehr sei ein kühler Kopf gefragt.

Das gilt im Angriff, das gilt gleichermaßen in der Abwehr. Fakt ist: Die Schalker Defensive packt ordentlich zu, gehört zweifellos zu den unangenehmsten der Liga. Dazu Deffte: „Wir dürfen uns nicht beeindrucken lassen, müssen vielmehr die Zweikämpfe annehmen.“ Bei Ballbesitz der Schalker gehe es darum, diese ins 6:6 zu bekommen und dann Geduld zu bewahren. „Lange Angriffe“ fahre der Gegner, so Sven Deffte.

Gladbecks Pascal Kunze schlägt sich mit Knieproblemen herum

Seufzend fährt der Übungsleiter der Gladbecker fort: „Eigentlich liegt uns die Spielweise der Schalker nicht, wir sehen besser aus in Partien gegen Mannschaften wie Loxten.“ Aber es hilft ja nichts, dieses Mal kommt nun einmal S04 an die Schützenstraße.

Personell können die Gastgeber nahezu Bestbesetzung aufbieten. Für Rechtsaußen Tim Krause, von dem sich der VfL unter der Woche getrennt hatte, hält sich Routinier Marcel Giesbert bereit. Und sollte Pascal Kunze ausfallen, der sich mit Knieproblemen herumschlägt, wird Chris Winkelmann, Shooter aus der Oberliga-A-Jugend, auflaufen.

Schalkes Trainer Hosenfelder betont: „Die Jungs haben Lust“

Die Schalker haben schon seit Saisonbeginn große personelle Probleme. Neben den Langzeitverletzten Fabian Hentschel, Philipp Gemsa und Julian Ihnen wird in der Riesener-Halle wohl auch wie schon zuletzt beim TuS 09 Möllbergen (20:22) Todor Ruskov fehlen. Der Abwehrchef der Blauen schlägt sich mit einer Schambeinentzündung herum.

Ungeachtet der Ausfälle und der 0:12 Punkte auf dem Konto ist beim FC Schalke 04 von schlechter Stimmung aber nichts zu spüren. Trainer Sebastian Hosenfelder betont: „Die Jungs trainieren weiterhin sehr ordentlich, es gibt keine Resignation. Und alle haben Bock auf dieses Derby. Das war in der vergangenen Saison ein richtig geiles Erlebnis, etwas Besonderes. Die Jungs haben Lust.“

Sebastian Hosenfelder warnt insbesondere vor Gladbecks Max Krönung

Klar: Sebastian Hosenfelder weiß, dass seine Mannschaft nicht die Favoritenrolle innehat. „Aber in der vergangenen Saison haben wir dort einen Punkt geholt“, sagt der 38-Jährige, der jedoch nicht nur wegen der zahlreichen Videos, die er gesehen hat, weiß, dass der VfL Gladbeck „eine wirklich gute Mannschaft ist, die mit Max Krönung einen überragenden Spieler in ihren Reihen hat“.

Anwurf: Samstag, 9. November, 19.30 Uhr, Riesener-Halle, Schützenstraße.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben