Schwimmen

Für Steiger endet die Kurzbahn-WM, wie sie begonnen hat

Die 4x100m Lagenstaffel mit Jessica Steiger (2. von rechts) stellte bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in China einen deutschen Rekord auf.

Die 4x100m Lagenstaffel mit Jessica Steiger (2. von rechts) stellte bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in China einen deutschen Rekord auf.

Foto: BvE

Hangzhou.   Die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in China sind für Jessica Steiger so zu Ende gegangen, wie sie begonnen haben: mit einem Deutschen Rekord.

Die Kurzbahn-Weltmeisterschaften im chinesischen Hangzhou sind für Jessica Steiger so zu Ende gegangen, wie sie begonnen haben: mit einem Deutschen Rekord. Während die Topschwimmerin des VfL Gladbeck am Eröffnungstag der Titelkämpfe mit der 4x100m Freistilstaffel nationale Bestzeit erreichte, wiederholte sie dieses Kunststück am letzten WM-Tag mit der 4x100m Lagenstaffel.

„Neuer deutscher Rekord über 4x100m Lagen und ein sechster Platz sind der beste Abschluss der WM“, jubelte Jessica Steiger. Und weiter: „Ich bin einfach nur stolz, Teil dieses Teams zu sein.“

Bestmarke liegt nun bei 3:54,15 Minuten

Im Finale von Hangzhou unterboten Laura Riedemann (Halle/Saale; 58,04 Sek.), Jessica Steiger (1:05,80 Min.), Aliena Schmidtke (57,41; Magdeburg) und Annika Bruhn (52,90; Neckarsulm) in 3:54,15 Minuten den vier Jahre alten Deutschen Rekord um 1,14 Sekunden und erreichten damit den sechsten Platz.

In einer ganz anderen Klasse schwamm das Team aus den Vereinigten Staaten. Die USA sicherte sich in 3:45,58 Min. die Goldmedaille. Die Formation aus China (3:48,80) landete auf Platz zwei, die aus Italien (3:51,38) belegte Rang drei.

Steiger lässt Rennen über 200 Meter Brust sausen

Zuvor waren Jessica Steiger (24,63) und Annika Bruhn (24,55) bereits gemeinsam mit Marie Pietruschka (24,73; Leipzig) und Reva Foos (24,79; Frankfurt) in der 4x50m Freistilstaffel im Einsatz. In 1:38,70 Minuten erreichte das schwarz-rot-goldene Quartett als Achtplatzierte das Ziel. Der Sieg ging an das Quartett aus den Vereinigten Staaten (1:34,03). Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Niederlande (1:34,55) und Australien (1:36,34).

Eigentlich sollte Jessica Steiger am letzten Tag der Weltmeisterschaften auch über die 200 Meter Brust an den Start gehen. Mit Blick auf den Zeitplan trat die VfLerin schweren Herzens nicht an: „Da diese Rennen innerhalb von 50 Minuten gewesen wären, haben wir entschieden, dass ich nicht über meine Hauptstrecke an den Start gehen werde. Traurig bin ich natürlich schon, aber für die Staffeln muss und will ich zu 100 Prozent zur Verfügung stehen.“

Mit Blick auf den deutschen Rekord der Lagenstaffel kann man wohl sagen: alles richtig gemacht.

Nun startet Jessica Steiger in Lausanne

Heute Abend wird Jessica Steiger zu Hause eintreffen. Es gibt Pizza (statt Reis und Nudeln), danach heißt es Koffer auspacken, Klamotten waschen und wieder einpacken. Denn bereits am Mittwoch, 19. Dezember, steht die nächste Reise an. Gemeinsam mit ihrem Trainer Harry Schulz geht’s zum Lausanne Swim Cup. Die Gladbeckerin ist zu diesem top besetzten Meeting eingeladen worden.

Traditionell trifft sich dort ein Großteil der Weltelite. Im vergangenen Jahr gingen dort beispielsweise Katinka Hosszu (Ungarn), Lea Smith (USA), Ranomi Kromowidjojo (Niederlande) oder auch Feemke Heemskerk (Niederlande) an den Start.

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