Handball Oberliga

Beste Saisonleistung: Gladbeck siegt 26:25 in Mennighüffen

VfL-Gladbeck-Kreisläufer Sebastian Janus traf fünfmal, machte unter anderem per Siebenmeter das letzte Tor für den VfL.

VfL-Gladbeck-Kreisläufer Sebastian Janus traf fünfmal, machte unter anderem per Siebenmeter das letzte Tor für den VfL.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Löhne.  Nach dem starken Auftritt in Mennighüffen wird das Unentschieden im Derby umso ärgerlicher. Das Ergebnis war am Ende knapper als das Spiel.

Sven Deffte hatte es vorhergesagt: Der Trainer des VfL Gladbeck hatte schon vor der Partie beim VfL Mennighüffen gewarnt, dass die Gastgeber im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel gefährlich würden – er behielt recht.

„Die Mannschaft ist ganz anders aufgetreten als in den vergangenen Wochen – so hätten sie sicher deutlich mehr Punkte“, lobte der Gladbecker Trainer erst den Gegner, dann aber auch seine eigene Mannschaft: „Das war unsere beste Saisonleistung.“ Und gerade das ärgerte den VfL-Trainer ein wenig.

Deffte hadert noch mit dem Derby

„Ich will nicht sagen, dass wir vergangene Woche gegen Schalke nicht unbedingt gewinnen wollten – aber heute waren wir in den Köpfen freier. Mit diesem Mut wie heute hätten wir gegen Schalke gewonnen“, dachte Deffte nochmal an das Unentschieden gegen den sieglosen S04 zurück.

Er fokussierte sich aber aufs Positive: „Gut, dass wir mit dem Sieg in der Tabelle Platz vier zementiert haben und uns von den Mittelfeldplätzen etwas abgesetzt haben.“

Dafür brauchte vor allem eine sehr gute Leistung in der Deckung, Mennighüffens Haupttorschütze Kröger blieb nahezu wirkungslos gegen das VfL-Bollwerk, Sebastian Büttner zeigte dazu einige starke Paraden.

Gladbeck führte 9:7 nach 29 Minuten, gab die Führung zum 9:10 ab, mit 12:13 aus Gladbecker Sicht ging es in die Kabinen. Drei Krönung-Tore in drei Minuten machten aus einem 15:16 ein 18:16 (41. bis 43. Minute), die Entscheidung schaffte der VfL dann zwischen der 51. und 55. Minute: Käsler und zweimal Janus stellten von 22:21 auf 25:21 für Gladbeck.

Spätestens mit dem Siebenmeter-Tor durch Sebastian Janus in der 56. Minute zum 26:22 war das Spiel erledigt, auch wenn Mennighüffen nicht aufsteckte. „Das Ergebnis sieht am Ende knapper aus als es war“, meinte aber Sven Deffte.

In den letzten Sekunden wird es nicht mehr spannend

Vorne gelang Gladbeck nichts mehr, aber erst zehn Sekunden vor Schluss kam Mennighüffen zum Anschlusstreffer. „Als wir am Anwurf waren, waren es noch sechs und dann hatten wir es“, beschreibt Sven Deffte die letzten Sekunden, bevor es auf den langen Rückweg über die A2 ging.

Partystimmung herrschte dort aber nicht – auch die Gladbecker, viele ja mit einer Vergangenheit in Essen, waren in Gedanken beim Spieler der SG Überruhr, der am Samstag kurz bei einem Verbandsliga-Spiel zusammenbrach und am Sonntag auf der Intensivstation starb.

So haben sie gespielt:

VfL: Büttner, Spierau - Arens (1), Sankalla (6), Kunze, Käsler (2), Krönung (8/3), Bach, Dahlian (2), Janus (5/1), Schmiemann, Blißenbach (1), Rolf (1).

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