„Durchschnitt macht depressiv“, diagnostizierte Jürgen Klopp, damals noch Trainer in Diensten von Mainz 05. Unterstellt, der Gladbecker Fußball sei Patient, dürfte die Notwendigkeit, sich in psychotherapeutische Untersuchung zu begeben, äußerst gering sein. Denn gekickt wird in der Kleinstadt im nördlichen Ruhrgebiet in den untersten vier Ligen. Nicht einmal Mittelmaß also? Mitnichten! Es lohnt der zweite, der genauere Blick.
Aktuell haben eine Hand voll Kicker, die einst in Gladbeck das Licht der Welt erblickten, ihr Hobby zum wahrlich lukrativen Beruf gemacht. Profis aus der Provinz! Vor wenigen Tagen erst setzte ein junger Mann namens Moritz Nicolas seinen Namenszug unter einen Vertrag, den ihm Union Berlin vorlegte. Der Kult-Klub aus Köpenick schaffte bekanntlich via Relegation den Sprung in die bundesdeutsche Eliteklasse und verhalf damit dem aus Gladbeck stammenden Torwart zum Sprung von der Regional- (Borussia Mönchengladbach U23) in die Bundesliga.


