Drei Minuten nach dem Abpfiff stellten sich Spieler und Staff des Bonner SC zum Siegerbild vor der Haupttribüne im Gelsenkirchener Parkstadion auf. Die Rheinländer bejubelten ihren 3:2 (1:1)-Auswärtssieg gegen die Schalker U23 ausgelassen mit ihren mitgereisten Anhängern. Rund 30 Bonner Ultras, die mit einem Bus angereist waren, hatten das komplette Spiel durchgesungen und ihr Team nach vorne gepeitscht.
„Das war heute ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt“, meinte Bonns Trainer Björn Mehnert gegenüber dem Bonner Generalanzeiger und stellte fest: „Die Jungs haben es super gemacht und wieder einmal wenig zugelassen.“ Sein Team sei wegen der hohen Spiel-Frequenz, die es in den vergangenen Tagen abliefern musst, auf der „letzten Rille“ gelaufen. Mehnert spendierte seinen Jungs drei freie Tage.
Fimpel: „Wir hatten viel präsenter sein müssen“
Jakob Fimpel, Trainer der Schalker U23, war dagegen nicht nach Spendierlaune zumute. Wie auch? Präsente hatten seine Jungs ja schon im Spiel zuhauf verteilt. Die vielen Fehler, die sich Rösner, Donkor & Co. gegen Bonn erlaubten, wurmten den 37-Jährigen extrem. Auch das wenig durchdachte Offensivspiel hatte dem S04-Coach überhaupt nicht gefallen. „Wir hätten viel präsenter sein müssen. Es waren mehrere gute Flanken dabei, aber du musst im Zentrum einfach Präsenz haben.“


