Schalkes Starspielerin Mandy Islacker macht kein Spiel mehr für die Königsblauen. Der Grund ihres Karriereendes ist für sie erfreulich: Die 37-Jährige erwartet ihr erstes Kind. Dem FC Schalke 04 bleibt die Olympiasiegerin trotz ihres Karriereendes erhalten: Islacker arbeitet für den Traditionsklub auch künftig im organisatorischen und administrativen Bereich.
Was sagt Mandy Islacker zu ihrer neuen Situation? „Ich freue mich sehr auf dieses neue Kapitel“, so die ehemalige Nationalspielerin, die sich mit 30 Treffern an die Spitze der Torjägerinnenliste in der Frauen-Westfalenliga schoss. Islacker rücklickend: „Die Hinrunde im S04-Trikot war für mich etwas Besonderes. Auf dem Platz aktiv zu sein, die Mannschaft zu unterstützen und Tore zu erzielen, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.“

Ihr letztes Pflichtspiel bestritt die Torjägerin beim 6:0 über Billerbeck am 7. Dezember 2025. Nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt für die Stürmerin. Bis zu ihrer Babypause bleibt sie weiterhin im administrativen Bereich bei Schalke 04 tätig und wird ihre Aufgaben nach ihrer Rückkehr wieder aufnehmen.
Liebing: „Eine herausragende Spielerin“
„Mandy hat in ihrer Zeit bei uns noch einmal gezeigt, was für eine herausragende Spielerin sie ist, sowohl auf dem Platz als auch abseits davon. Ihre Tore, ihr Einsatz und ihre Erfahrung haben Team I und den Fußball der Frauen auf Schalke bereichert“, stellt Boris Liebing, der bei Schalke für den Fußball der Frauen zuständig ist und eng mit Mandy Islacker zusammenarbeitet.
Islacker und Schalke: Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt
„Wir freuen uns sehr, dass sie dem Verein auch nach ihrer aktiven Karriere erhalten bleibt und wünschen ihr alles Gute für die bevorstehende Zeit“, so Boris Liebing, der bei den Königsblauen für den Fußball der Frauen zuständig ist.

Islacker heuerte im Juli 2025 auf Schalke an
Seit dem 1. Juli 2025 unterstützt Islacker Schalkes Fußball der Frauen. Parallel zu ihrer Tätigkeit hinter den Kulissen war die Stürmerin weiterhin auf dem Platz aktiv: In 14 Einsätzen erzielte Islacker 32 Tore, darunter das entscheidende Tor beim 2:1-Derbysieg im Westfalenpokal gegen Borussia Dortmund. Als 17-Jährige debütierte Islacker für den FCR 2001 Duisburg in der Bundesliga. Zur Saison 2006/2007 wechselte die gebürtige Essenerin in ihre Heimat zur SGS Essen.
Islacker: Erst Bayern, dann Rückkehr nach Duisburg
Ein Jahr später schloss sie sich dem FC Bayern München an. Nach drei Spielzeiten in München kehrte die Offensivspielerin zum FCR 2001 Duisburg zurück. Über eine weitere Station beim damaligen Bundesliga-Aufsteiger BV Cloppenburg führte ihr Weg 2014 zum 1. FFC Frankfurt. Dort feierte Islacker 2015 ihren größten internationalen Erfolg: Im Finale der UEFA Women’s Champions League erzielte sie nach ihrer Einwechslung in der 66. Minute das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg. Im selben Jahr debütierte sie auch für die deutsche A-Nationalmannschaft.

Mandy Islacker erlebte Karriere-Höhepunkt in Rio de Janeiro
Den Höhepunkt ihrer Karriere erlebte sie 2016, als sie mit Deutschland bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Goldmedaille gewann. Im Sommer 2017 kehrte die Stürmerin erneut zum FC Bayern München zurück, bevor sie 2020 zum 1. FC Köln wechselte. Dort beendete sie 2023 ihre Profikarriere. Anschließend lief die ehemalige Nationalspielerin zunächst für das neu gegründete Frauenteam von Viktoria Köln auf, ehe sie sich im Winter 2025 dem VfB Stuttgart anschloss. Ihre letzte Station als Spielerin war der FC Schalke 04.


