Zum 25. Mal feierte Gelsenkirchen seine talentierten Sportlerinnen und Sportler. Der Jugendförderpreis der Volksbank Ruhr Mitte und der Sportjugend Gelsenkirchen wurde jetzt im schicken Schloss Horst-Ambiente in vier Kategorien verliehen. Es ging nicht nur um Leistung, sondern auch um Haltung und Fairness“, betonte Jörg Lott, Vorstandsmitglied der Volksbank Ruhr Mitte. Die Siegerinnen und Sieger wurden nicht von einer Jury, sondern über ein Online-Voting ermittelt. Ein Modus, der nicht alle Herzen im Sturm erobern kann.
„Online, das ist nicht so mein Fall“, meinte zum Beispiel Gelsensport-Ehrenpräsident Jürgen Deimel (80) bei seiner Rede. Deimel ist sozusagen ein Mann der ersten Stunde. Er war dabei, als der Jugendförderpreis 1997 das erste Mal ins Leben gerufen wurde. Deimel: „Damals war es problematischer. Wir mussten viel Papier sichten, uns die Leistungen des gesamten Jahres ansehen. In der Jury wurde anschließend heftig und auch kontrovers diskutiert. Heute gewinnt der, der die meiste Anhängerschaft hinter sich versammeln kann.“
BMX-Racerin Maria Fuhrmann wird Jugendsportlerin des Jahres
Das gelang in der Kategorie Jugendsportlerin des Jahres 2024 Maria Fuhrmann vom Rad Club Buer. Im BMX-Race feierte sie nicht nur nationale Erfolge, sondern setzte auch als Dritte im Europacup Ausrufezeichen. Sie versammelte ausreichend Stimmen für Platz eins und bekam 300 Euro Prämie zusätzlich. Zweite wurde Ayca Birinci. Die aktuell urlaubende Geräteturnerin des TV Westfalia Buer wurde bei der Entgegennahme des Preises durch ihre Trainerin Nadine Körwers vertreten. Körwers schaltete Birinci per Facetime zu, so dass sie bei der Verkündung der Platzierung zumindest via Handy live dabei war. Birinci darf sich über 200 Euro Bonus für ihre Platzierung freuen.

VfB Gelsenkirchen: Ziemlicher Stress für Ecrin Okyay
Für Taekwondo-Talent Ecrin Okyay vom VfB Gelsenkirchen war die Anreise zum Jugendförderpreis in Schloss Horst stressig. Wegen eines Schulausflugs nach Belgien konnte die Kampfsportlerin nicht pünktlich um 18.30 Uhr im Saal sein, sondern hetzte mit 20-minütiger Verspätung zur Veranstaltung. Okyay landete auf Platz drei - und strich immerhin noch 100 Euro Förderprämie der Volksbank Ruhr Mitte ein.

SG Gelsenkirchen: Simon Hagin wird Jugendsportler 2024
Schwimmer Simon Hagin von der SG Gelsenkirchen wurde von Moderatorin Nicole Krissel als „Trainingstier“ vorgestellt. Hagin bestätigte die Bezeichnung auf Nachfrage mit einem Schmunzeln - und holte sich in der Kategorie Jugendsportler des Jahres 2024 die Goldmedaille. Rund 20 Stunden pro Woche investiert Hagin ins Training. „Das Training besteht nicht nur aus Bahnen-Ziehen. Man macht das mit dem Team zusammen“, meinte der Sieger, der für seinen Erfolg 300 Euro Bonus erhielt.
Gelsenkirchen: Handballer Rohmann wird Zweiter
Auf den zweiten Rang kam der hochtalentierte Cricket-Spieler Safin Dhaly von den Black Miners, dem Cricket-Team des VfB Gelsenkirchen. Trainer Vignaesh Sankaran: „Safin Dhaly ist ein richtig guter Junge. Er spielt bei mir mit 15 Jahren schon in der ersten Mannschaft.“ Für Rang wurden Dhaly 200 Euro Belohnung zuteil. Auf dem dritten Rang - und damit mit 100 Euro Prämie - landete ein Sportler, den man in der „Stadt der 1000 Feuer“ selbst gar nicht auf dem Schirm hat. Der in Gelsenkirchen wohnende Liam Rohmann spielt einige Kilometer entfernt bei Eintracht Hagen Handball und ist Mitglied der Westfalenauswahl.

1000 Euro Prämie für die 2. Geräteturn-Mannschaft des TV Westfalia Buer
Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres jubelte die 2. Geräteturn-Mannschaft des TV Westfalia Buer. Schönes Zubrot: Die Auszeichnung wurde mit 500 Euro belohnt. Die Fußball-Talente der DJK Falke Gelsenkirchen, die ihre C1 und C2-Teams zusammenschlossen, um den drohenden Zerfall zu verhindern, holten sich Rang zwei bei der Abstimmung. Für die DJK Falke-Talente sprang ebenfalls eine Prämie (300 Euro) heraus. Dritter wurde das Damen-Team der SG Gelsenkirchen (200 Euro). Auf Platz vier kamen die U15-Fußballerinnen der SSV Buer ins Ziel.

SG Gelsenkirchen wird Verein des Jahres 2024
In der Kategorie Verein des Jahres 2024 ging der Jugendförderpreis an die Schwimmerinnen und Schwimmer der SG Gelsenkirchen. Damit flossen 1000 Euro Prämie der Volksbank Ruhr Mitte in die SG-Kasse. Mit 500 Euro wurde der zweite Platz der Cricket-Abteilung des VfB Gelsenkirchen versüßt. Dritter wurden die Schalke 04-Handballer, die 300 Euro für die Auszeichnung bekamen.

Der Gelsenkirchener Bürgermeister Werner Wöll nannte die Verleihung des Sportförderpreises für die Talente der Stadt „ein Ausrufezeichen“. Wöll gab den Sportlerinnen und Sportlern mit auf den Weg: „Der Preis würdigt die Leistung der Vergangenheit. Es soll Ansporn sein, weiterzumachen und sich zu verbessern.“ Ein Trainingstier wie Schwimmer Simon Hagin wird diese Sätze allerdings kaum als Extra-Motivation benötigen...


