Als der Sieg der BVB-Frauen gegen 17 Uhr besiegelt war, entluden sich die Emotionen auf dem Platz mit etwas Verzögerung. Dortmunds Spielerinnen bejubelten den 2:0-Sieg gegen Schalke auf dem Rasen, als einige hundert BVB-Anhänger von den Tribünen auf den Rasen stürmten, um mit ihrer Mannschaft zu feiern.

Die meisten Spielerinnen befanden sich zu dem Zeitpunkt auf der Seite der Gästefans, sodass sich die Jubeltraube schnell in Richtung der Schalke-Fans verlagerte. Der Stadionsprecher versuchte mit mehreren Durchsagen, die Fans dazu zu bewegen, den Rasen wieder zu verlassen - und appellierte, der gegnerischen Mannschaft gegenüber respektvoll zu bleiben.

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Das gelang allerdings erst mit einigen Minuten Verzögerung. Schalkes Spielerinnen, die sich gerade bei ihren mitgereisten Fans und Familien bedanken wollten, bekamen auf dem Rasen einige Pöbeleien zu hören. Die Ordner bemühten sich, die Dortmunder Fans daran zu hindern, noch weiter an die Gästefans heranzukommen. Zu einer Auseinandersetzung kam es nicht, ein Zaun vor dem Block trennte beide Fangruppen.

Platzsturm bei Westfalenpokalfinale: Schalkes Abteilungsleiter sieht Aktion kritisch

Schalkes Abteilungsleiter Boris Liebing kommentierte die Szene so: „Das ist natürlich äußerst unschön, zumal unsere Spielerinnen noch auf dem Platz waren. Verletzt wurde zum Glück niemand. Außer Pöbeleien und Provokationen in Richtung Gästeblock ist jetzt nichts passiert, aber das ist natürlich trotzdem schon schwierig.“

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Aufseiten des BVB hatte Trainer Thomas Sulewski die Szene nach eigener Aussage nicht mitbekommen, er habe den Platz kurz nach dem Abpfiff verlassen. Auch Abteilungsleiterin Svenja Schlenker, die ebenfalls auf der gegenüberliegenden Seite stand, habe den Platzsturm nicht verfolgt: „Von meiner Position aus konnte ich es nicht genau sehen, bin aber froh, dass alle dann schnell wieder vom Platz waren und es danach wieder gesittet abgelaufen ist.“