Dass die Gelsenkirchen Devils das Nützliche mit dem guten Zweck verbinden, hat schon lange Tradition. So wird ein Testspiel vor dem Saisonstart der Gelsenkirchener Verbandsliga-Footballer nicht nur zur Bewährungsprobe im Sportlichen, sondern auch im gleichen Atemzug zum Benefizspiel. So halten es die Gelsenkirchener auch in diesem Jahr. Beim Spiel gegen die Bocholt Rhinos (Samstag, 12. April, 15 Uhr) steht neben dem Austesten von Spielzügen und der Feinabstimmung auch das Spendensammeln im Fokus.
Bei den vergangenen Ausgaben war das Spendenziel die Gerald Asamoah-Stiftung für herzkranke Kinder. Im vergangenen Jahr kam – nach Abzug der Kosten – eine Summe von gut 1500 Euro zusammen. „Das Ziel ist es immer, besser zu sein als vorher“, sagt Patrick Oehring, Jugendleiter der Devils, mit einem Lachen. Das Spendenziel in diesem Jahr ist die Jugendfeuerwehr Gelsenkirchen. Schon in der Vergangenheit hatten beide eine gemeinsame Aktion geplant. Einen gemeinsamen Termin konnten sie aber nicht finden. Das änderte sich nun in diesem Jahr.

Gelsenkirchen: „Football und Feuerwehr sind Teamsportarten“
Für den Berufsfeuerwehrmann Oehring gibt es kaum ein passenderes Spendenziel. Auch wenn die Mitglieder der Jugendfeuerwehr noch ganz am Anfang ihrer Laufbahn in der Brandbekämpfung und Menschenrettung stehen, eines lernen sie da schon: das Zusammenarbeiten. „Man muss im Team arbeiten“, erklärt er. „Football und Feuerwehr sind beides Teamsportarten, wo man sich auf seine Nebenleute verlassen muss.“
Wer das im Feuerwehr-Teil ausprobieren will, der kann am Samstag dank des Löschzugs Horst auch ausprobieren. Ein Löschfahrzeug und eine Spritzenwand für die Kinder werden aufgebaut. Und was den Football-Teil angeht, „können sich die Kinder gerne auch ausprobieren. Einen Ball werden sie sich sicherlich schon irgendwoher organisieren“, meint Oehring mit einem Lachen.
Jugend-Abteilung der Devils gedeiht bestens
Inwieweit die Kooperation zwischen den Devils und der Jugendfeuerwehr in der Zukunft weitergeführt wird, wird sich zeigen. Auf abermaligen Zulauf in den untersten Jugendmannschaften sind die Gelsenkirchener derzeit nicht angewiesen. „Es scheint so, als ob jeder in Gelsenkirchen gerade mal Football spielen will“, sagt Oehring. Nachdem nun wieder das Training unter freiem Himmel möglich ist, konnte der Jugendleiter auch die Warteliste bei den Kleinsten abarbeiten. In der U10 ist es nun sogar schon so weit gediehen, dass die Devils neben dem Flag-Football-Team zusätzlich im Herbst noch eine Tackle-Mannschaft werden melden können.

U13 und U16: Devils-Spielgemeinschaft mit den Recklinghausen Chargers
In der U13 und U16 gehen die Devils mit einer Spielgemeinschaft mit den Recklinghausen Chargers an den Start. Eine Gelsenkirchener U19 ist in diesem Jahr nicht vertreten. Das könnte sich mit dem guten Unterbau, den sie sich gerade erarbeiten, aber ändern. „Wir machen weiterhin viele Projekte, auch an Schulen“, sagt Oehring. Denn sowohl die Jugendfeuerwehr als auch die Sportvereine, wie die Gelsenkirchen Devils, eint ein Ziel: „Wir wollen die jungen Leute in die Vereine und mal weg vom Handy bekommen“, stimmt Oehring in den Chor vieler Verantwortlicher mit ein.

Da bietet der Samstag doch die perfekten Bedingungen, um sich anzuschauen, ob nun Football oder die Jugendfeuerwehr einem besser gefällt. Und die Erwachsenen können sich auf einen guten Test vor dem Saisonstart der Devils am 3. Mai freuen.
Der Einlass am Samstag erfolgt ab 14 Uhr. Der Kickoff im Fürstenbergstadion ist für 15 Uhr angesetzt. Eine Spendenmöglichkeit vor Ort ist gegeben.
Mehr Sport
Weitere Berichte aus dem Lokalsport in Gelsenkirchen lesen Sie hier!
Alles rund um den FC Schalke 04 lesen Sie hier!


