Der Januar ist nicht der Monat der Handballer vom FC Schalke 04. Die Mannschaft rutscht in der Oberliga immer weiter Richtung Abstiegszone. Die 18:30-Niederlage beim TuS Ferndorf II vom Sonntagabend ist ein Indiz dafür, dass sich die Königsblauen momentan schwer tun. Allerdings liegt es weniger an der Leistung der Mannschaft, sondern am Spielplan, der Schalke ein hartes Programm zugedacht hat.

Vor einer Woche setzte es eine knappe Niederlage beim Spitzenreiter Lit Tribe in Bielefeld, nun folgte die Partie in Ferndorf an einem ungünstigen Termin: Da die 2.Liga wegen der Handball-WM pausiert, konnte Ferndorf II mit Erik Irle (4) und U21-Nationalspieler Mattis Michel (3) zwei Spieler aus der „Ersten“ gegen Schalke einsetzen. „Aber das soll keine Entschuldigung sein“, meinte Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder, der kurz nach der Niederlage noch ziemlich sprachlos war.

„Wenn es gut läuft, können wir richtig stark sein“, so Hosenfelder. „Aber was uns fehlt, ist das Mittelmaß. Wir brechen als Mannschaft sofort ein, wenn es nicht läuft. Und das wird in der Oberliga heftig bestraft.“ So wie jetzt bei der deutlichen 18:30-Niederlage beim TuS Ferndorf II, der eigentlich auf Augenhöhe mit den Schalker agiert.

Auch am letzten Januar-Wochenende geht es mit einer schweren Aufgabe weiter: Am kommenden Samstag stellen sich die Sportfreunde Loxten am Schürenkamp vor, wieder eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel, die nicht gerade als Punktelieferant in der Oberliga bekannt ist. „Es war vorher klar, dass der Januar hart für uns wird“, so Hosenfelder. Noch steht seine Mannschaft auf dem zehnten Tabellenplatz mit einem Punkt Vorsprung vor einem Abstiegsplatz auf der sicheren Seite. „Es kann aber auch sein, dass wir kurz mal nach unten abrutschen“, so der Trainer. Allerdings: So schlecht es der Januar mit den Schalkern meinte, desto besser könnte der Februar werden.

Denn dann warten die Spiele, mitdenen Schalke sich aus dem Tabellenkeller befreien kann. „Fünf Siege brauchen wir noch, um am Ende der Saison über dem Strich zu stehen“, so Hosenfelder. Das kann gut funktionieren, wichtig ist auf dem Weg dahin jetzt aber noch eins: Im schwarzen Januar bloß nicht die Nerven verlieren.