Schalke 04 trifft am heutigen Samstag (19.30 Uhr, Schürenkamp) im letzten Spiel vor den Feiertagen in der Handball-Oberliga auf den VfL Mennighüffen. Handball-Kenner werden bei den Gästen wohl auf den Linksaußen achten. Denn dort spielt ein Vize-Weltmeister. Der Pole Tomasz Tluczyński scheiterte mit seinem Nationalteam bei der WM 2007 erst im Finale an Gastgeber Deutschland.

Eine unlösbare Aufgabe also, die da mit dem 39-Jährigen auf die Schalker zukommt? Nein, findet S04-Trainer Sebastian Hosenfelder. „Wenn er frei ist, dann macht er zwar seine Dinger. Aber als Linksaußen ist ein Spiel ja viel schwieriger zu entscheiden als aus dem Rückraum.“

Und wenn man sich den VfL anguckt, springt auch gar nicht so sehr der Vize-Weltmeister ins Auge. Sondern die starke Abwehr. Die ist mit 275 Gegentoren die beste der Liga. „Die haben stabile Jungs hinten drin“, sagt Hosenfelder. Und auch sonst spiele Mennighüffen „kaum überhastet, sehr diszipliniert und effektiv.“ Nicht gerade der ideale Gegner für die Schalker, die ihre Tore gerne nach gegnerischen Fehlern und eigenen Tempogegenstößen erzielen. Hosenfelder ist aber optimistisch, dass sein Team einige Fehler des Gegners provozieren wird.

Positiv stimmt ihn auch, dass es bei Mennighüffen ein leichtes Gefälle zwischen Heim- und Auswärtsspielen gibt. Erst zwei Siege gelangen dem Tabellenfünften in der Fremde. Schalke will natürlich, dass das so bleibt. Um ein weiteres Stück Ruhe reinzubringen vor dem „schweren Januar“, den Hosenfelder und sein Team vor sich haben. Dafür muss es aber wieder in der Abwehr stimmen. Zwei Wochen hatte Königsblau nun Zeit, an der Defensive, die in den vergangenen Spielen etwas schwächelte, zu arbeiten. Mit Mathias Bober und Fabian Hentschel fallen dort zwar immer noch zwei wichtige Spieler aus, trotzdem sieht Hosenfelder in dem Bereich einen Aufwärtstrend. Und das ist auch nötig. Schließlich kommt Mennighüffen mit einem Vize-Weltmeister an den Schürenkamp.