Basketball 2. Bundesliga ProB

S04-Basketballer scheiden im Halbfinale gegen Elchingen aus

22 Körbe, zehn Rebounds: Shawn Gulley (blaues Trikot,Nr. 23) war Schalkes auffälligster Spieler bei der 67:78-Niederlage in Elchingen. 

22 Körbe, zehn Rebounds: Shawn Gulley (blaues Trikot,Nr. 23) war Schalkes auffälligster Spieler bei der 67:78-Niederlage in Elchingen. 

Foto: Alexander Mihm

Elchingen.   Für Schalke ist die Saison nach der 67:78-Niederlage in Elchingen im dritten Play-off-Halbfinalspiel beendet. Coach Wilder ist dennoch zufrieden.

Sie waren nahe dran. Am Ende hat es dann doch nicht ganz gereicht. Die Basketballer des FC Schalke 04 leisteten im dritten und entscheidenden Halbfinale der Play-off-Runde in der 2. Bundesliga Pro B heftige Gegenwehr, sie waren drauf und dran, den Heimnimbus der ScanPlus Baskets Elchingen zu brechen, aber sie mussten sich letztlich trotzdem mit 67:78 geschlagen geben.

„Ich wäre gerne zum ersten Endspiel am Dienstag nach Rostock gefahren. Unsere Mannschaft hat sich auch in Elchingen teuer verkauft. Wir können stolz auf sie sein“, meinte Vorstandsmitglied Tobias Steinert nach dem letzten Spiel einer aus Schalker Sicht überragenden Saison. Die Elchinger feierten derweil. Der Süd-Meister hatte dank eines Kraftaktes in Schlussphase saisonübergreifend auch das 23. Heimspiel in Folge gewonnen und die sportliche Qualifikation für die Pro A geschafft.

Siebeneinhalb Minuten vor Schluss stand es ausgeglichen 61:61. Nach einem schwächeren ersten Viertel, das mit 21:13 an die Schwaben ging, hatten sich die Gäste aus Gelsenkirchen kontinuierlich gesteigert. Das zweite und dritte Viertel entschieden sie mit jeweils drei Punkten Vorsprung für sich.

Als es dann mit 61:61 in die Crunchtime ging, legten die Elchinger innerhalb von fünf Minuten einen 13:0-Run hin, auch dank ihrer Treffsicherheit jenseits der Drei-Punkte-Linie. Damit war den Schalkern der Zahn gezogen. „Leider haben sich in dieser Phase kleine Fehler in der Defensive eingeschlichen, die von den Elchingern bestraft wurden“, führte Headcoach Raphael Wilder aus. „Wir waren danach zu kraftlos und es fehlten die Impulse von der Bank, die uns hätten zurück ins Spiel bringen können.“

In seiner Analyse stellte Raphael Wilder fest, dass sein Team den Elchingern in fast allen Statistiken ebenbürtig war. Die gravierendsten Unterschiede: Die Gastgeber waren bei den Freiwürfen treffsicherer. Und: Auf der Center-Position hatten die Gäste reichlich Luft nach oben. „Insgesamt nur neun Punkte der Center, das ist zu wenig“, merkte der 64-Jährige an.

Am auffälligsten in Reihen der Schalker agierte Shawn Gulley. Ihm gelang ein Double-Double: 22 Körbe, zehn Rebounds. Allerdings gab es auch bei ihm Schatten. Nur einer seiner sechs Dreier-Versuche saß. Neben Shawn Gulley scorte nur noch Courtney Belger zweistellig. Auch das macht deutlich, dass zum Abschluss in der Offensive nicht alles rund lief.

Die Gastgeber hatten vier Akteure mit zweistelliger Korb-Zahl und zwei weitere, die neun Punkte holten. Nimmt man alle drei Spiele zusammen, haben sich die ScanPlus Baskets sicherlich nicht unverdient durchgesetzt. Aber trotzdem war Raphael Wilder nach der Partie natürlich etwas traurig, nicht das Finale erreicht zu haben. „Wir waren nicht weit weg davon“, resümierte er, „Wenn man die gesamte Saison betrachtet, dürfen wir sicherlich stolz darauf sein, was wir erreicht haben. Dass wir zu den besten vier Pro-B-Teams gehören, damit hatte doch vor der Saison niemand gerechnet.“

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