Pro-A-Liga

Hubert Beck löst Boris Kaminski ab

Foto: WAZ

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Manager Boris Liebing ist vom Klassenerhalt der Basketballer des FC Schalke 04 überzeugt.

Gerade einmal vier Siege aus 16 Saisonspielen, wegen der schlechteren direkten Vergleiche Tabellenschlusslicht in der Pro-A-Liga. Das sind schon zwei mächtige Gründe. Doch für die Basketball-Verantwortlichen des FC Schalke 04 waren nicht nur Zahlen, sondern vor allem die vergangenen beiden Auftritte ihrer Mannschaft dafür verantwortlich, es mit einem Trainer-Wechsel zu versuchen. Wieder einmal. Und wieder einmal mit einem nicht ungewohnten. Der 31-jährige Boris Kaminski muss gehen, und zurück auf die Schalker Bank kehrt der 59-jährige Hubert Beck.

„Die Leistung gegen Essen war schlecht, und die erste Halbzeit gegen Hagen war eine Katastrophe”, sagt Manager Boris Liebing. „Da haben wir die Notwendigkeit gesehen, die Reißleine zu ziehen.”

Der genaue Beobachter mag nun behaupten, dass dieser Trainer-Wechsel das Ergebnis eines längeren Prozesses ist. Antworten der Bestätigung gibt es aber nicht. „Ich habe mich ganz spontan entschieden, als ich am Montagabend gefragt worden bin”, sagt Hubert Beck, der dann gleich das Training geleitet hat.

Wird er das denn auch schaffen, nachdem er sein Trainer-Amt als Nachfolger von Keith Gray nach dem grandiosen 95:60-Sieg am 2. Februar 2008 bei der BV Chemnitz – dort gastierten die Schalker übrigens am Samstagabend – wegen eines Hörsturzes auf ärztlichen Arzt niedergelegt hatte und eben von Boris Kaminski abgelöst worden war? „Ich war zwei Wochen später beschwerdefrei”, sagt Hubert Beck, der nun auch abwarten will, wie ihm die Aufgabe mit der Verantwortung des Trainers bekommt. „Wenn ich das bis zum Saisonende gebacken kriege”, sagt er, „kann ich mir gut vorstellen, auch weiterzumachen.” Und genau diese Vorstellung hat Manager Boris Liebing auch schon. „Mein Wunsch ist es, dass er darüber hinaus Trainer bleibt”, sagt er.

Sicher ist, dass Hubert Beck, der zu Boris Kaminskis Zeiten ja auch schon Sportlicher Berater bei den Schalker Basketballern war, konkrete Vorstellungen hat. „Ich bin mir sicher, dass einige Spieler bei mir anders spielen werden”, sagt er. Das klingt wie eine Drohung. Er habe nicht viel Zeit, sagt Hubert Beck, er werde aber Veränderungen vornehmen, die sich in der Defensive und in der Offensive niederschlügen. „Ich werde versuchen, eine Struktur in die Mannschaften reinzubringen”, sagt er. „Eine Hierarchie.”

Veränderungen im Kader wird es nicht geben, zumindest sind solche nicht geplant. Zumal Schalkes Basketball-Verantwortliche von ihrem Aufgebot überzeugt sind. „Wir hoffen, dass Hubert jetzt noch alles zu einem guten Ende führen kann”, sagt Boris Liebing. „Es wäre sehr wichtig für uns, in der Liga zu bleiben.” Und Mut für die nahe Schalker Basketball-Zukunft schöpft der Manager auch aus der jüngsten Vergangenheit, aus den bisherigen 16 Saisonspielen. „Unsere Mannschaft gehört ins Mittelfeld der Tabelle”, sagt der 31-jährige Manager. „Wenn ich sehe, welche Teams da stehen. Da könnten wir auch locker stehen.”

Der größte Fan

Nicht einmal mit Unverständnis reagiert Boris Kaminski auf seinen Rausschmiss und bestätigt auch, dass es eine einvernehmliche Trennung sei. Er ist aber enttäuscht und hat auch noch keine Gründe gefunden, warum es nicht geklappt hat. „Ich werde jetzt der größte Fan der Mannschaft sein”, sagt er und ist ebenso wie Manager Boris Liebing überzeugt davon, dass diese „nicht absteigen wird”.

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