Basketball

Der Nächste, bitte: Schalke verpflichtet Niclas Sperber

Kampf um den Ball in der 2. Liga ProA: Niclas Sperber (rechts im Kirchheim-Trikot) versucht gegen Nürnberg, seinen Gegenspieler Robert Zinn zu stoppen.

Kampf um den Ball in der 2. Liga ProA: Niclas Sperber (rechts im Kirchheim-Trikot) versucht gegen Nürnberg, seinen Gegenspieler Robert Zinn zu stoppen.

Foto: Imago

Gelsenkirchen.   Die Schalker Basketballer haben den zehnten Spieler unter Vertrag: In der kommenden Saison in der 2. Liga ProB spielt Niclas Sperber fürs Team.

Der Nächste, bitte: Die Basketballer des FC Schalke 04 biegen beim Zusammenbau ihres Kaders für die kommende Saison in der 2. Liga ProB auf die Zielgerade ein. Mit Niclas Sperber hat jetzt der zehnte Spieler für die nächste Saison unterschrieben. Zwölf sollen es werden Der 21-Jährige kommt aus der ProA von den Kirchheim Knights, ist aber gebürtiger Berliner.

Eigentlich stand der Flügelspieler gar nicht auf der Wunschliste der Königsblauen. Aber Leon Friederici, der sich bei den Tryouts der Schalker in der Sommerpause vorstellen wollte, brachte seinen Kumpel aus Berlin einfach mit zum Probetraining. „Ich habe sofort gesehen, dass Niclas ein unglaubliches Talent ist“, so Trainer Raphael Wilder, den der Auftritt beeindruckte.

Dennoch fiel lange keine Entscheidung. Leon Friederici hatte längst unterschrieben, doch Niclas Sperber kreiste wochenlang in der Warteschleife. Der Grund: Die Schalker wollten zunächst mit ihren bewährten Flügelspielern sprechen. Doch Sperber hat eine weitere Qualität: Mit seiner Größe von 2,01 Metern, seiner Athletik und seinen langen Armen kann er auch als Center unter dem Korb spielen.

Auch Center-Position möglich

Genau das gab am Ende den Ausschlag für die Verpflichtung. „Es ist ungeheuer schwierig, Center zu finden, die als Local Player keinen Ausländerplatz besetzen“, so Raphael Wilder. Also sprachen die Schalker mit Niclas Sperber und dessen Agenten, ob er sich für eine Saison auch eine Rolle mit dem Schwerpunkt als Center vorstellen könne.

Sperber konnte, und er unterschrieb. Allerdings muss es nicht bei dieser Position bleiben, denn Wilder möchte den Neuzugang im Training sowohl als Flügelspieler als auch als Center aufbauen. „Sollten wir dann tatsächlich einmal Verletzungsprobleme auf der Flügelposition haben, gibt es mit Niclas Sperber sofort einen Ersatz, der nicht erst das System lernen muss.“

Allerdings ist der 21-Jährige trotz seiner ProA Erfahrung noch lange kein alter Hase im Basketball. Nach Regionalliga-Stationen bei der BSG Bremerhaven und dem TV 1862 Langen wechselte er zwar zu den Kirchheim Knights in die 2. Liga ProA, doch dort war er nur in 15 Partien am Ball bei einem Durchschnitt von rund drei Einsatzminuten pro Spiel. Den überwiegenden Teil seiner Saison in der Nähe von Stuttgart verbrachte er beim VfL Kirchheim/Teck, für den er mit einer Doppellizenz in der 2. Regionalliga auflaufen durfte.

Nun geht es für den Berliner, der vor dem Trainingsauftakt am 5. August ein Zimmer in einer der drei Schalker Basketball-WG’s beziehen wird, direkt zwei Stufen höher. Sorgen macht ihm das nicht, denn er sagt selbstbewusst: „Wir wollen natürlich die Playoffs erreichen. Ich freue mich auf Schalke und kann kaum erwarten, dass es losgeht.“

Umzug nach Gelsenkirchen

Auch Tobias Steinert, im Basketball-Vorstand des Vereins für die 2. Liga ProB zuständig, ist froh über die zehnte Neuverpflichtung. „Es ist mehr als schwierig, gute deutsche Spieler zu finden, die zudem für uns auch noch bezahlbar sind“, sagt er. „Ich glaube, dass wir jetzt mit unserer Mannschaft auf einem guten Weg sind. Und noch sind die Personalplanungen schließlich auch noch nicht abgeschlossen.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben