Das Ergebnis hat erst einmal eine beeindruckende Wirkung. Mit 87:48 (45:22) gewannen die Basketballer des FC Schalke 04 zehn Tage vor ihrem Saisonstart in die 2. Bundesliga Pro A das Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Aris Leeuwarden. Doch glücklich sah Raphael Wilder nach diesen 40 Minuten nicht aus. „Ich hätte mir schon was Stärkeres gewünscht“, sagte der Schalker Headcoach, „und hoffe, dass das am Sonntag in Holland anders wird. Das Spiel heute hat nur wenig Aussagekraft.“
Okay: Die Schalker, bei denen Shavar Newkirk wegen seiner Magen-Darm-Probleme nur in Zivil in der Halle war, hatten mit dem Tabellensiebten der Dutch Basketball League der Vorsaison leichtes Spiel, um nicht zu sagen sehr leichtes. Aber dennoch war an der Mühlbachstraße eines nicht zu übersehen: Dieses königsblaue Team brennt, es gibt immer Gas, es scheint sich bestens zu verstehen und auch einen hohen Spaßfaktor zu haben. Es machte schon einen verdammt guten Eindruck, dass sich auch alle Spieler von der Bank erhoben und applaudierten, als etwa Johannes Joos den Ball nach einem Fastbreak durch die Reuse gehämmert oder Darnell Dunn ganz clever ein Offensiv-Foul Leeuwardens provoziert hatte.


