Eigentlich war er nach Oberhausen gekommen, um seinen Vorjahressieg zu wiederholen und sich erneut feiern zu lassen. Doch als Tim Schlichenmaier aus Kempten auf dem obersten Platz des Siegertreppchens beim 69. Pfingstradrennen stand, war Theo Reinhardt nur noch Zuschauer.
Es war noch nicht einmal die Hälfte des 80-Kilometer-Rennens absolviert, da rollte der Berliner dem Feld nur noch hinterher. Die Musik an der Spitze spielte ohne ihn weiter. Was war passiert? Etwas ganz Normales, das wohl jedem Radfahrer schon mal widerfahren ist: ein Platten im Hinterrad. Der Weltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren von 2018 und 2019 mit Roger Kluge nahm den Ausfall gelassen. „Das ist Schicksal. Das kann schon mal passieren“, sagte der 28-Jährige. „Aber das ärgert mich doll. Das wäre ein gutes Training vor einem tollen Publikum gewesen.“


