Vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim FC Schalke 04 hat es den Anschein, als begegne Adi Hütter den Anhängern der Königsblauen fast mit mehr Respekt als der Mannschaft. „Schalke ist mit den Fans immer in der Lage, Druck aufzubauen“, sagt der Trainer des Tabellenvierten Eintracht Frankfurt. „Aber wir werden auch zu unseren Möglichkeiten kommen.“

Frankfurts Trainer Adi Hütter gestikuliert an der Seitenlinie.
Frankfurts Trainer Adi Hütter gestikuliert an der Seitenlinie.© Thomas Frey/dpa

Ganz klar ist das Ziel der Hessen: Sie wollen in diesem Kalenderjahr (14 Pflichtspiele) weiterhin ungeschlagen bleiben. „Dafür müssen wir aber an unsere Leistungsgrenze gehen“, sagt Adi Hütter, der bei diesem Vorhaben und somit beim Kampf um einen Champions-League-Platz auf die Offensiv-Männer Sebastien Haller (Bauchmuskelverletzung) und Mijat Gaćinović (Fersenverletzung) verzichten muss. Eventuell wird auch Sebastian Rode wegen seiner Wadenprobleme fehlen. „Ich gehe davon aus, dass er nicht spielt“, sagt der 49-jährige Eintracht-Trainer.

Schalkes Trainer Huub Stevens hofft auf weniger Fehler seines Teams

Jedenfalls ist es so, dass Adi Hütter auch wegen der Ausfälle davon ausgeht, dass es in Gelsenkirchen „sicher kein Honiglecken sein wird“. Und ein solches wollen die Schalker, die auf Rang 14 ein Sechs-Punkte-Polster auf den Relegationsplatz haben, den Frankfurtern auch gar nicht ermöglichen. Schalkes Trainer Huub Stevens setzt dabei auch auf einen Lerneffekt seiner Mannschaft.

„Wenn du so gut spielst wie gegen Bremen, bist du enttäuscht, wenn du dich nicht belohnst“, sagt Schalkes Trainer Huub Stevens.
„Wenn du so gut spielst wie gegen Bremen, bist du enttäuscht, wenn du dich nicht belohnst“, sagt Schalkes Trainer Huub Stevens.© Jürgen Fromme/firo

„Wenn du so gut spielst wie gegen Bremen, bist du enttäuscht, wenn du dich nicht belohnst“, sagt der 65-Jährige mit Blick auf das Aus im Viertelfinale des DFB-Pokals vom Mittwoch (0:2). „Aber wir haben auch Fehler gemacht, und eine gute Mannschaft bestraft dich dafür. Ich hoffe, dass wir solche Fehler gegen Frankfurt nicht machen.“

Makoto Hasebe: „Eigentlich sind die Schalker kein schlechtes Team“

Eine gute Leistung der Königsblauen scheint Frankfurts Japaner Makoto Hasebe nicht so sehr gesehen zu haben. Was hat er denn vorm Fernseher festgestellt? „Schalke hat sich schwer getan“, sagt der 35-jährige Mittelfeld-Mann. „Dadurch, dass wir diese Woche keinen DFB-Pokal gespielt haben, genießen wir einen kleinen Vorteil. Aber wir müssen trotzdem sehr viel laufen und leidenschaftlich kämpfen. Ich denke, dass wir eine große Chance in Gelsenkirchen haben, uns mit einem Sieg weiter vorne festzubeißen.“

Aber Makoto Hasebe sagt auch: „Mannschaften, die im Abstiegskampf stecken, sind immer unangenehm zu bespielen. Die Schalker sind eigentlich kein schlechtes Team, sie haben ihre Qualitäten, sonst hätten sie nicht in der Champions League gespielt. Aber wenn wir unsere 100 Prozent auf den Platz bringen, werden wir auch gewinnen.“