Sebastian Hosenfelder musste kurz überlegen. Dann löste er es mit Schulnoten. „Schon eher 3+ als 3-“, antwortete der Trainer der Handballer des FC Schalke 04 auf die Frage, ob sich die Situation seines Teams im Abstiegskampf der Oberliga nach dem 21:21 beim SuS Oberaden nun verbessert oder verschlechtert habe.
Königsblau hält den Tabellenletzten weiter auf vier Punkte Abstand, hat dank des 25:24-Sieges im Hinspiel auch den direkten Vergleich gewonnen. Allerdings gibt es nicht nur einen, sondern zwei Absteiger. Zwischen Schalke und Oberaden stehen noch Harsewinkel und Möllbergen. Möllbergen hat am vergangenen Spieltag in Soest gewonnen, ist Schalke somit nähergekommen. Trotzdem haben beide Vereine drei Punkte Rückstand auf S04, der direkte Vergleich geht auch an Schalke. „Das spricht eindeutig für die Mannschaft“, sagt Sebastian Hosenfelder. Und obwohl sein Team nicht so wie vorgenommen alle beide Punkte aus Oberaden mitnehmen und einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen konnte, so sieht Schalkes Trainer die aktuelle Situation trotzdem positiv.
„Wir werden sicherlich noch zwei Siege brauchen. Die sind an den verbleibenden sechs Spieltagen aber absolut möglich“, sagt Sebastian Hosenfelder. Ihm ist es wichtig zu betonen, dass seine Mannschaft vor dem Saisonfinale über dem berühmten Strich steht. „Wir haben uns über die gesamte Saison hinweg eine gute Position erarbeitet. Wir sind in der guten Lage, dass wir nicht hinterherlaufen müssen. Deswegen würde ich unsere gesamte Situation momentan als positiv bewerten“, erklärt der Schalker Trainer.
Trotzdem weiß er natürlich um den Ernst der Lage, im Sport kann es schließlich schnell gehen. Seine junge Offensive lahmte in den vergangenen Wochen, „die Jungs sind etwas verunsichert. Es hapert an einigen Ecken, was man sicherlich auf die mentale Basis schieben kann“, sagt Sebastian Hosenfelder, nennt Entscheidungsfindungen als ein Beispiel. Aber der Trainer betont auch, dass seine Jungs es „können und das auch schon bewiesen haben.“ Natürlich sei Abstiegskampf nicht schön, „aber da müssen sie jetzt durch“.
Auch am Samstag wieder. Dann kommt Bielefeld/Jöllenbeck an den Schürenkamp, der TuS 97 liegt einen Platz und zwei Punkte vor Schalke. Es ist die erneute Chance, mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. In dem Falle müsste Sebastian Hosenfelder beim Schulnotensystem wohl mindestens ein Regalbrett höher greifen.


