Volleyball-2. Bundesliga

Versöhnliches Ende für VV Humann

Wertvollster Spieler der Partie: Jan Holthausen wurde anschließend für seine Angriffskünste ausgezeichnet.

Wertvollster Spieler der Partie: Jan Holthausen wurde anschließend für seine Angriffskünste ausgezeichnet.

Foto: Michael Gohl

schüttorf.   Beim 3:1-Auswärtssieg in Schüttorf zeigten sich die Essener nochmal von ihrer besten Seite. Wojtczak und Holthausen waren überragend.

FC Schüttorf -
VV Humann 1:3

Sätze: 25:13, 19:25, 18:25, 10:25.
VVH: Lau. Hußmann, Wojtczak, Gawryluk, Große-Westermann, B. Ketelsen, Köfler, Th. Ketelsen, Mücke, Schön (n.e.), Wiesche, Luk. Hußmann, Holthausen, Hütte.
Spielzeit: 92.Minuten.
Zuschauer: 370.
Wertvollster Spieler: Jan Holthausen

Die Saison war nicht leicht, aber endet versöhnlich für den VV Humann. Der Volleyball-Zweitligist freute sich nach dem 3:1-Sieg beim FC Schüttorf noch einmal über ein Erfolgserlebnis, was in dieser Saison nicht gar so häufig vorkam im Vergleich zu den Jahren zuvor. Die Humänner, die den Klassenerhalt schon einen Spieltag zuvor gesichert hatten, schließen auf Rang neun ab mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Den belegt der USC Braunschweig, weil sich Neuling TV Baden in einem spektakulären Finish und einem 3:2 in Moers vor die Niedersachsen geschoben hat.

Hallenproblematik spielte eine gewichtige Rolle

Es war eine eher schwierige Spielzeit, in der die Humänner mit allerlei Problemen zu kämpfen hatten. Der personelle Umbruch deutete sich bereits an, weil sich einige etablierte Spieler auf den beruflichen Alltag konzentrieren. Trainer Jens Bräkling integrierte bereits Talente aus dem eigenen Nachwuchs, die in Zukunft die Leistung tragen müssen.

Und ja, die Hallenproblematik spielte eine gewichtige Rolle. Nachdem die Wolfskuhle (Sanierung) gesperrt worden ist, schlug der VVH am Hallo in Stoppenberg auf. Eine schöne, moderne Halle, die sich der Klub auch künftig als Spielstätte wünscht. Nur in dieser Spielzeit hatten die Volleyballer wenig Gelegenheit, sich mit der neuen Umgebung anzufreunden, weil sie fast keine Trainingszeiten dort bekamen. Das soll sich in der kommenden Saison aber ändern, schließlich werden die insolventen ETB-Basketballer als früherer Mieter künftig in der Helmholtzhalle ihre Gäste empfangen.

Schüttorf für Humänner ein gutes Pflaster

In Schüttorf zeigten sich die Humänner noch einmal von der besten Seite und schrieben eine Serie fort: „Dort haben wir in den vergangenen Jahren immer gewonnen“, sagte Trainer Jens Bräkling vor dem Spiel. Doch danach sah es zunächst nicht aus. „Im ersten Satz waren wir vom Kopf her noch gar nicht in der Halle“, erklärte Bräkling den indiskutablen Start seiner Mannschaft, der sich in dem 13:25-Satzergebnis spiegelt. Zum zweiten Abschnitt gab’s die deutliche Ansage. „Ich habe den Jungs klar gemacht, dass wir uns so nicht aus der Saison verabschieden wollen. Und sie haben es danach auch sehr gut gemacht.“

Vielleicht hat dem VVH auch der holprige Auftakt in die Karten gespielt, weil der Gastgeber sich möglicherweise auf einen Spaziergang eingestellt hatte. Die Humänner jedenfalls spielten plötzlich groß auf und fuhren ganz souverän den Auswärtsdreier ein. Das Team funktionierte blendend. „Thomas Wojtczak und Jan Holthausen aber waren überragend“, lobte der Trainer den Zuspieler und den Hauptangreifer, der am Ende auch als wertvollster Spieler geehrt wurde.

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