Mountainbike

Steeler Ben Zwiehoff ist über Rang drei total happy

Der Steeler Ben Zwiehoff (r.) auf dem Siegerpodest mit Georg Egger und Meister Manuel Fumic.

Der Steeler Ben Zwiehoff (r.) auf dem Siegerpodest mit Georg Egger und Meister Manuel Fumic.

Foto: EgoPromotion

Essen.   Es ist gut gelaufen für den MSV Steele 11 bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften. Ein Essener gewinnt sogar Titel bei den Junioren.

Es ist gut gelaufen für den MSV Steele 11 bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften im Olympischen Cross-Country, die im saarländischen St. Ingbert ausgetragen wurden. Leon Kaiser (18), der für das Team Bulls startet, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und sicherte sich nach seinem Titelgewinn vor zwei Jahren in der Jugendklasse zum zweiten Mal das begehrte Meistertrikot, diesmal bei den Junioren (U19). Kaiser lieferte sich über fünf Runden einen harten Kampf mit der Konkurrenz und konnte erst in der vorletzten Runde den entscheidenden Vorsprung herausfahren.

Spannende Positionskämpfe an der Spitze

Noch spannender verlief allerdings der Titelkampf in der Profiklasse der Herren. Der ausrichtende Verein RSC St. Ingbert hatte für die Elite des deutschen MTB-Sports eine der fahrtechnisch und konditionell anspruchsvollsten Strecken vorbereitet. Als haushoher Favorit galt der mehrmalige Olympiateilnehmer und Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften, Manuel Fumic (36, Team Cannondale). Doch die Konkurrenten, allen voran der Essener Ben Zwiehoff (Team Bergamont), machten es Fumic wahrlich nicht leicht. Auf der Strecke kämpften die Kontrahenten verbissen um jeden Meter, bevor Fumic nach 80 Minuten mit nur 1,7 Sekunden Vorsprung ins Ziel fuhr und sich zum sechsten Mal das Meistertrikot überstreifen durfte.

Verantwortlich für die Spannung war unter anderem Ben Zwiehoff (24). Zusammen mit einigen anderen jungen Fahrern hatte der Essener kurz nach dem Start das Kommando übernommen und dafür gesorgt, dass konstant höchstes Tempo gefahren wurde. „Ich wollte von Anfang an vorne dabei sein“; erläuterte Ben Zwiehoff anschließend seine Taktik. „Durch die Hitze war die Strecke staubig, so dass es weiter hinten schwierig gewesen wäre, Steine und Wurzeln in den Abfahrten zu erkennen.“

Diesem hohen Tempo mussten zahlreiche Fahrer im Feld Tribut zollen, so dass sich in der vorletzten Runde eine Spitzengruppe mit vier Fahrern gebildet hatte, die abwechselnd attackierten.

„Jeder von uns dreien hätte den Sieg verdient gehabt“

Vor zahlreichen Zuschauern am Streckenrand kämpften Zwiehoff und seine Widersacher um einen Vorteil. In jeder Bergaufpassage wurde um die Einfahrt in die nächste technische Abfahrt gesprintet. Die Entscheidung fiel jedoch erst kurz vor der Einfahrt in die Zielgerade. Fumic nutzte seine ganze Routine und hielt die lauernden Georg Egger (23, Team Lexware) und Zwiehoff knapp hinter sich. Dennoch ist der Gewinn der Bronzemedaille für den Essener einer der größten Erfolge seiner Karriere. „Ich bin superhappy, heute hätte jeder von uns dreien den Sieg verdient gehabt, das war beste Werbung für unseren Sport,“ sagte Ben Zwiehoff nach dem Zieleinlauf.

Mit ihren Ergebnissen haben sich Zwiehoff und Kaiser gleichzeitig für die Europameisterschaften qualifiziert, die in den nächsten Wochen in Graz (Nachwuchs) und Glasgow (Männer) stattfinden. Nach den bei der DM gezeigten Leistungen ist beiden Fahrern dort ebenfalls ein Top-Resultat zuzutrauen.

Weitere Steeler DM-Ergebnisse:
U23: 22. Sean Feldhaus
U19: 6. Jan Ole Zilse, 12. Renée Elena Kaiser
U17: 8. Nicolas Kaiser, 24. Benjamin Muth, 66. Ole Schönholz (nach Defekt)
U15: 41. Dustin Neitzke
Hobby: 2. Vincent Berthold

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