Frauenfußball, 1. Liga

Kanadische Erfahrung für die Defensive der SGS

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Essen.Die SG Schönebeck erwartet am Mittwoch ihre kanadischen Zugänge. Um 14 Uhr soll die Maschine mit Emily Zurrer (22) und Brittany Timko (24) in Düsseldorf landen. Schon Donnerstag werden die beiden das Training beim Frauenfußball-Bundesligisten aufnehmen.

Mit der Verpflichtung der beiden Profis Emily Zurrer (22) und Brittany Timko (24) wagt die SGS einen mutigen Schritt, der aber angesichts des drohenden Abstiegs offenbar erforderlich war. „Wir wollten im Kampf um den Klassenerhalt nichts unversucht lassen“, erklärt SGS-Sportkoordinator Detlef Loeschin.

Und Trainer Ralf Agolli freut sich natürlich schon sehr auf das kanadische Duo. Bisher hat er beide nur anhand von Videomaterial beobachten können. Von den Qualitäten von Mittelfeldspielerin Timko (92 Länderspiele) und Defensiv-Allrounderin Zurrer (20 Länderspiele) ist er aber überzeugt: „Beide sind sehr erfahren und werden schnell absolute Leistungsträgerinnen sein.“

Während Schönebeck zuletzt fast ausschließlich Talente verpflichtet hat, handelt es sich nun um zwei Spielerinnen, die der SGS ohne große Anlaufzeit sofort weiterhelfen dürften. Denn statt in der zweiten oder dritten Liga spielten die Kanadierinnen zuletzt auch schon erstklassig: Zurrer in den USA, Timko in Schweden. Und beide Ligen schätzt Agolli sogar noch etwas stärker ein als die Bundesliga in Deutschland.

SGS in der Hinrunde Schießbude der Liga

Die gewonnene Erfahrung wird der Essener Hintermannschaft gut tun. Schließlich war die SGS in der Hinrunde mit 36 Gegentoren die Schießbude der Liga. Etliche individuelle Fehler gepaart mit großen Problemen bei hohen Bällen wurden Schönebeck immer wieder zum Verhängnis. „Alle Spielerinnen aus der Viererkette waren zeitweise zusammen nur 2,50 Meter groß“, stellt Agolli das Abwehr-Problem etwas überspitzt dar. Vor allem Zurrer soll der Defensive mit ihren 1,78 Meter nun die Lufthoheit sichern.

Was bleibt, ist die Frage, wie es der SG Schönebeck trotz ihres überschaubaren Etats gelang, Zurrer und Timko zu verpflichten. „Unsere strenge Haushaltsplanung und die reduzierten Ausgaben im weiteren Saisonverlauf machten es möglich“, erklärt Sportkoordinator Loeschin. Bei Auswärtsfahrten wolle man vermehrt Hotelkosten sparen, indem die Anreise erst am Spieltag erfolgt. Auch die Vertragsauflösung mit Cecilia Gaspar setzte Gelder frei. Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden Kanadierinnen besser einschlagen als die ungarische Nationalspielerin.

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