Der Deutschland-Achter ist verwöhnt. Kein Wunder, wenn man über eine solch lange Zeit erfolgreich ist wie das Flaggschiff des deutschen Rudersports. Nach dem zweiten Platz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio wurde eine gänzlich neue Crew zusammengestellt, die sich auf Anhieb bewährte. Auch Jakob Schneider (25) vom Ruderklub am Baldeneysee (RaB) sitzt seither mit in diesem Boot, das von einem Erfolg zum anderen geglitten ist. Dreimal wurde es in drei Jahren Europameister und zweimal Weltmeister - fünf Titel - mehr geht nicht. Und jetzt soll im österreichischen Linz das WM-Triple folgen.

Im Rudersport ist man als Athlet nie in einem Boot gesetzt, sondern muss sich Jahr für Jahr aufs Neue beweisen. Zu dieser Saison sind trotz der früheren Erfolge zwei Rollsitze neu besetzt worden, Schneider aber ist geblieben, hat es erneut gepackt und bleibt im dritten Jahr dabei. Das macht ihm persönlich auch Hoffnung auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio, die natürlich das große Ziel sind.