Rudern

Jakob Schneider darf auf Platz im Deutschland-Achter hoffen

Jakob Schnieder (RaB) und Partner Lauritz Follert (Crefelder RC) 

Jakob Schnieder (RaB) und Partner Lauritz Follert (Crefelder RC) 

Foto: Detlev Seyb

Essen.   Der Weltmeister vom RaB wird bei Kleinboot-DM in Köln Vierter. Leichtgewicht Hennig Sproßmann vom Etuf gewinnt nach Blitzstart den Titel.

Jakob Schneider vom Ruderklub am Baldeneysee darf auch in dieser Saison auf einen Rollsitz im Deutschland-Achter hoffen. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln landete der zweimalige Weltmeister Jakob Schneider gemeinsam mit seinem Partner Lauritz Follert (Crefelder RC) im Zweier ohne Steuermann auf einem guten vierten Platz.

Den Titelkämpfen auf dem Fühlinger See kam eine ganz besondere Bedeutung zu, denn in der Eliteklasse wird mit dieser Regatta allmählich das Olympiateam für Tokio 2020 zusammengestellt. Die Weltmeisterschaften im österreichischen Linz Ende August ist bereits das Qualifikationsrennen für die Sommerspiele in Japan. Die überaus erfolgreiche Besatzung des Deutschland-Achters muss sich natürlich auch zu dieser Saison wieder neu beweisen und jeder einzelne muss sich seinen Platz im Paradeboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) neu erarbeiten.

Bundestrainer müssen nach Köln-Regatta Auswahl treffen

Bundestrainer Uwe Bender hatte dem 24-jährigen Essener bereits im Herbst mit dem physisch starken Laurits Follert (Crefelder RC) einen neuen Partner zugeteilt.

Chefbundestrainer Ralf Holtmeyer und Achter-Coach Uwe Bender werden sich nun nach den Ergebnissen von Köln beraten und dann zunächst die vorläufige Besetzung für den ersten internationalen Start des Paradebootes des DRV bei der Wedau-Regatta in Duisburg am 11./12. Mai bekannt geben. Erst nach dieser Bewährungsprobe wird der Verband seine Mannschaft für die Europameisterschaften, für die World-Cup-Rennen und die WM nominieren.

Henning Sproßmann vom Etuf ist Deutscher Meister

Aber neben Jakob Schneider waren auch andere Essener Vertreter bei den Titelkämpfen in Köln erfolgreich. Mit einem Blitzstart setzten sich Henning Sproßmann (Etuf) und Julius Wagner (Dortmund) im Finale des Leichtgewichts-Zweier ohne Steuermann an die Spitze des Feldes. Die deutschen Vizemeister des Vorjahres wollten in diesem Jahr unbedingt den Titel, was sie auch eindrucksvoll unter Beweis stellten. Im Verlauf des Rennens setzen die beiden U 23-Ruderer sich weiter vom Feld ab und gewannen souverän.

Damit können Sproßmann und Wagner weiter für die U 23-WM in Sarasota/USA Ende Juli planen.

Laura Kampmann weiterhin eine Größe im U23-Bereich

Mit einem zufriedenen Gesicht verließ auch Luisa Neerschulte (Etuf) die Regattastrecke in Köln-Fühlingen. Zwar ist sie gemeinsam mit Constanze Duell (München) mit dem vierten Platz knapp an einer Medaille vorbeigerudert, aber allein die Qualifikation für das Finale war nach nur zehn Tagen des gemeinsamen Trainings ein echter Erfolg. In der Großbootbildung des DRV müssten die beiden nun in den Überlegungen der Bundestrainer eine Rolle spielen.

Laura Kampmann (TVK) landete im C-Finale auf dem vierten Rang und dürfte damit im U 23-Bereich auch weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen.

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