Tabellenletzter. Die ETB Miners sind ganz unten angekommen. Mit dem 91:103 in Magdeburg bei den SBB Börde Baskets kassierte der Pro A-Aufsteiger die nun schon sechste Niederlage im siebten Spiel. „Leider reicht es nicht, um diese Top-Mannschaften am Ende zu schlagen“, blickte Headcoach Lars Wendt auf ein Spiel zurück, das wie schon gegen Kirchheim auch zugunsten der Essener Basketballer hätte ausgehen können.

Tatsächlich hatten die Miners nach einem schwachen ersten Viertel erneut eine gute Partie gezeigt, sich zurückgekämpft und noch in der 32. Minute mit acht Punkten geführt (70:62). Wieder war es eine kleine Aufstellung auf dem Parkett, die sich im dritten Viertel erfolgreich an die Arbeit gemacht hatte, den Rückstand aus der ersten Halbzeit – 10:20 (9.) und 29:42 (16.) – abzuarbeiten. Allen voran Darius Dawson tat sich mit insgesamt 21 Punkten und fünf Rebounds hervor. „In einer kleinen Aufstellung ist er enorm wichtig, weil er die großen Spieler attackieren kann, und das hat er sehr gut gemacht“, lobte Wendt, der auch Sorgenkind Tre Beard für über 20 Minuten auf das Feld beordert hatte: Der Point Guard dankte es vor allem mit vier getroffenen Dreiern (bei sieben Versuchen).

2. Basketball-Bundesliga ProA: Essen jetzt Tabellenletzter

Die 44 Punkte, welche die aus Wolmirstedt bei Magdeburg kommenden Gastgeber den Essener dann aber im Schlussabschnitt einschenkten, waren zu viel. Bei den Miners fand sich niemand in der Defense, der mit Vehemenz den eigenen Korb hätte schützen können – und offensiv fehlte am Ende auch die Kraft, um den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Wendt: „Das ist schon sehr bitter, knapp davor zu stehen, und es dann doch nicht zu schaffen.“

Basketball in Essen: Trainer Lars Wendt (ETB). Das Spiel der 2. Basketball-Bundesliga am 26.09. 2026, ETB Miners gegen die Merlins Crailsheim, endete in der Sporthalle Am Hallo, Ernestinenstraße 57
Für sein Team reicht es aktuell bei den Top-Mannschaften der 2. Liga einfach nicht: Essens Trainer Lars Wendt.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Crailsheim und Heidelberg, zuletzt Kirchheim und die Börde Baskets: Das Auftaktprogramm der ETB Miners in der 2. Bundesliga ProA hatte es in sich. Zumindest liegt es jetzt hinter den Essenern. Ob die zuletzt besseren Leistungen, verbunden mit den knappen Spielen gegen die Favoriten, dazu taugen, Rückschlüsse auf den weiteren Saisonverlauf zu ziehen und positivere Ergebnisse zu erzielen? „Das nächste Spiel wird zeigen, ob wir mit dem Druck klarkommen, die Duelle gewinnen zu können, die wir im Abstiegskampf einfach gewinnen müssen“, so Lars Wendt mit Blick auf das wichtige Heimspiel am gegen Ulm (7. November 2026, 19.30 Uhr).

Für die VfL SparkassenStars Bochum verlief der 7. Spieltag genauso ärgerlich wie für die Miners. Dabei hatten sie beim bis dato sieglosen Tabellenletzten in Bayreuth eine gute Gelegenheit, ihren 3. Erfolg in dieser Saison zu feiern. Und, ähnlich wie für die Essener in Magdeburg, sah es auch zunächst sehr gut aus. Doch die Bochumer verspielten eine komfortable Halbzeitführung verloren am Ende noch deutlich. Endstand aus Bayreuther Sicht: 98:83 (17:23, 18:24, 29:16, 34:20). Der VfL ist jetzt Drittletzer.

Bochumer Pleite beim Tabellenletzten: Trainer übernimmt Verantwortung für Einbruch in Halbzeit zwei

Headcoach Alvaro Paredes übernimmt die Verantwortung für den Einbruch in der zweiten Hälfte. „Erneut spielen wir eine sehr gute erste Halbzeit, in der wir unseren Gameplan hervorragend umgesetzt haben“, lässt er in der Pressemitteilung des VfL wissen. „Leider konnten wir danach nicht an die erste Hälfte anschließen. Ich nehme die Schuld auf mich. Es muss sich einiges ändern, aber hoffentlich ziehen wir jetzt die richtigen Schlüsse daraus.“

VfL Sparkassen Stars Bochum gegen Antwerp Giants: Basketball-Testspiel: VfL Sparkassen Stars (weiß) gegen Antwerp Giants, am Samstag, 19.09.2026 in Bochum. Spieler Nr. 24 Black, Ja Monta.
War bester Bochumer Werfer in Bayreuth, die Niederlage verhinderte aber auch er nicht: Ja‘Monta Black.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Die SparkassenStars erwischten nach anfänglichem Rückstand den besseren Lauf. Dynamisch und griffig in der Verteidigung, zogen sie über Ja‘Monta Black und Jaylen Wesley davon. Ein Buzzerbeater-Dreier von Wesley brachte die Bochumer mit zweistelligem Vorsprung in die Kabine (35:47).

Nach der Pause kippte das Spiel. Bayreuth kämpfte sich zurück, der VfL verlor Rhythmus und Kontrolle. Zum Ende des dritten Viertels übernahmen die Gastgeber die Führung (64:63). Im Schlussabschnitt zog Bayreuth uneinholbar davon, späte Körbe von Thommy Kamarad und Jaylen Wesley kamen zu spät.

Alvaro Paredes haderte mit der Leistung seiner VfL SparkassenStars in der zweiten Hälfte. Beim Tabellenletzten in Bayreuth verspielten die Bochumer ihre komfortable Führung und damit den dritten Saisonsieg.
Alvaro Paredes haderte mit der Leistung seiner VfL SparkassenStars in der zweiten Hälfte. Beim Tabellenletzten in Bayreuth verspielten die Bochumer ihre komfortable Führung und damit den dritten Saisonsieg.© FUNKE Foto Services | Olaf Fuhrmann

Beste Werfer der Bochumer : Ja‘Monta Black (22), Niklas Geske (18) und Gabriel Kuku (13). Weiter geht es für den VfL am 7. November (19 Uhr) in Bochum gegen die Hakro Merlins Crailsheim.