„King of the Ruhrpott!“ Unter diesem Motto steht der Box-Kracher im Schwergewicht zwischen Kevin Saszik und Patrick Korte. Beide Boxer treffen am 28. November im Stadion von Fortuna Düsseldorf aufeinander – und ermitteln den besten Schwergewichtsboxer aus dem Ruhrpott, hinter WBC-Weltmeister Agit Kabayel, der auf dieser Veranstaltung den Hauptkampf bestreitet und seinen Titel erstmals gegen den Albaner Nelson Hysa verteidigen wird.
Und auch wenn die Ränge bei den Vorkämpfen nicht ganz gefüllt sein werden, wird die Kulisse für diesen Kampf sicher riesig. Die Veranstalter hoffen natürlich auch auf viel Unterstützung aus Bochum und Essen für den jeweiligen Kämpfer, bevor alle gemeinsam Agit Kabayel bei seinem ersten WM-Kampf anfeuern. Mehr als 42.500 Tickets sind bereits weg, am Freitag gaben die Veranstalter ein letztes Kontingent über 5000 Tickets in den Verkauf..
- „Bad Blood“ und „King of Ruhrpott“ - hier gibt es Tickets für den 28. November
Korte und Saszik arbeiteten zusammen als Türsteher
Saszik und Korte kennen sich bereits seit rund 15 Jahren, haben damals zeitweise als Türsteher zusammengearbeitet. Boxerisch kreuzen sich ihre Wege dafür jetzt erst deutlich später – und auch unter unterschiedlichen Voraussetzungen: Kevin Saszik ist in elf Kämpfen unbesiegt, aber auch noch relativ ungetestet. Sein Gegner Patrick Korte bestritt 31 Fights und kassierte auch schon sechs Niederlagen. Der 41-jährige Ringveteran kämpfte aber bereits auf der ganzen Welt: in Nigeria, Australien, Wales, England und hatte deutlich stärkere Gegner als Saszik.


Boxen in Düsseldorf: Beide Kämpfer vertreten ihre Heimatstadt
Kurios: Beim letzten großen Event in der Merkur-Spiel-Arena, am 28. November 2015, kämpfte der dreifache Familienvater auch schon im Vorprogramm des WM-Kampfes zwischen Wladimir Klitschko und Tyson Fury – und besiegte Jens Leicht vorzeitig in Runde eins. Auf den Tag genau elf Jahre später kehrt er an denselben Ort zurück.
Besondere Brisanz verspricht dieser Kampf auch aufgrund des Städtebezugs: Saszik ist Bochumer und leidenschaftlicher Anhänger des VfL Bochum. Auf der anderen Seite steht mit Korte ein waschechter Essener. Der Rot-Weiss Essen-Fan vertritt seine Heimatstadt schon während seiner ganzen Karriere mit viel Herzblut und lockte mehrfach über 1000 Fans zu seinen Kämpfen. „Ich bin absoluter Lokalpatriot und versuche, die Stadt Essen immer gut zu vertreten – egal wo, egal wann. Durch diesen Derbycharakter freue ich mich noch mehr auf den Kampf in Düsseldorf“, sagt Korte.
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Auch sein Gegenüber verspürt große Vorfreude auf den Kampf „Bochum gegen Essen“. „Für mich bedeutet das alles. Ich stand schon als kleiner Junge in der Ostkurve in Bochum, bin ein Bochumer Junge und kann mich damit vollkommen identifizieren“, erklärt Saszik und fügt hinzu: „Für mich ist das ein absolutes Highlight.“
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Weltmeister Agit Kabayel unterstützt das „Ruhrpott-Derby“
Unterstützung bekommt dieses „Derby“ auch von Hauptkämpfer Kabayel, der schon lange mit Saszik befreundet ist. Kabayel sagte zuletzt, er habe selbst erlebt, wie schwierig es für ihn in Deutschland war, sich als aufstrebender Boxer einen Namen zu machen – es waren die Jahre nach dem Ende der Klitschko-Ära.
Kabayel soll nun der Hauptprotagonist einer neuen „goldenen Ära“ des deutschen Boxens sein und will auch anderen den Weg bereiten, insbesondere jungen deutschen und kurdischen Kämpfern. Kabayel: „Ich möchte jeden supporten, der auf der Undercard steht. Wir beleben den deutschen Boxsport“, so Kabayel angriffslustig. Am 28. November wird auch er gespannt verfolgen, wer sich vor 40.000 Fans zum „King of the Ruhrpott“ krönt.
Zusätzliche Tickets für Kabayel gegen Hysa
In der vergangenen Woche war der Kampfabend am 28. November zwischenzeitlich ausverkauft, nun haben die Veranstalter ein letztes Kontingent freigegeben – bis zu 47.500 Fans können bei Agit Kabayels erstem WM-Kampf dabei sein. Im Verkauf sind vor allem Tickets im Oberrang der Südkurve des Stadions, die bei Fortuna-Heimspielen die Heimkurve ist. Die günstigsten noch verfügbaren Tickets kosten 59 Euro.
Kabayel schreibt dazu in einer Nachricht an seine Fans: „Diese Woche waren plötzlich alle Tickets weg – und das schon sechs Wochen vor dem Kampf! Weil uns daraufhin so viele Nachrichten erreicht haben, haben Queensberry und mein Team noch einmal umgeplant: Der Einlaufbereich wird verschoben, damit wir das Stadion nun auf allen Seiten komplett öffnen und noch einmal zusätzliche Plätze für alle schaffen können, die diesen besonderen Abend nicht verpassen wollen.“






