Nur ein Mann im Gelben Trikot? Über die am Samstag begonnene Tour de France konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Benefiz-Bike-Tour des Lions Clubs Essen-Ruhrtal nur schmunzeln. Zwar dauerte ihre Etappe „nur“ 45 Kilometer, dafür machten sich fast 100 neongelbe Leibchen auf den Weg – und Gewinner gab es ohnehin noch mehr.
„Unser Ziel ist es ja, Gelder einzusammeln und sie gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung zu stellen“, sagt Lions-Club-Präsident Jens Jensen. Eine frühere Autorallye fanden die Mitglieder irgendwann nicht mehr zeitgemäß – also sattelten sie aufs Fahrrad um. „Die ersten Male sind so gut angekommen, dass wir das jetzt dauerhaft machen wollen“, sagt Jensen.
Lions-Club arbeitet mit dem Verein „Be strong for Kids“ zusammen
In Zahlen bedeutet das, dass im vergangenen Jahr rund 10.000 Euro zusammengekommen sind. Damit konnten die Kinder- und Familientische im Essener Norden unterstützt werden. Dort gibt es für unterstützungsbedürftige Kinder und Familien ein kostenloses Mittagessen sowie ein Spiel-, Bewegungs- Lernförder- und Beratungsangebot.
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In diesem Jahr arbeitete der Club mit dem Verein „Be strong for Kids“ zusammen. „Wir freuen uns, dass wir auf solchen Wegen die Chance haben, unsere Projekte vorzustellen“, sagt dessen Vorsitzender Jörn Schulz. Seit etwa eineinhalb Jahren arbeiten beide Parteien zusammen. „Es ist eine sehr respektvolle Zusammenarbeit, weil es auch ein sehr aktiver Lions-Club ist“, lobt Schulz.
Diese beiden Projekte sollen mit dem Geld gefördert werden
Konkret soll für ein Jahr ein Schwimmkurs an der Förderschule in Steele gesichert werden. Zudem richtet „Be strong for kids“ jeden Freitag einen Parcours-Kurs für 15 Heimkinder aus. „Da geht es nicht nur um die sportliche Komponente, sondern auch um die Vermittlung von Selbstbewusstsein“, weiß Lions-Club-Präsident Jens Jensen.

Für ihn und seine Mitstreiter bestand die größte Herausforderung freilich darin, die Summe aus dem letzten Jahr zu übertreffen. Schon bevor das erste Rad rollte, stand fest: hat geklappt! Mit Anzeigen im sogenannten Roadbook, Spenden und Teilnahmegebühren sind in etwa 14.000 Euro zusammengekommen – minus Kosten bleiben ungefähr 11.000 Euro für die beiden Projekte übrig.
Start in Achtergruppen, erste „Bergetappe“ rauf zum Mülheimer Flughafen
Gestartet wird immer in Achtergruppen. Vom Schultenhof an der Mendener Straße führt die erste „Bergwertung“ zum Flughafen Essen/Mülheim, wo die Radlerinnen und Radler den Luftschiffhangar besichtigten. Von dort aus ging es in Richtung Kupferdreh zur Hespertalbahn. Wieder zurück an Start und Ziel bildete ein Hoffest den krönenden Abschluss.
„Man muss gucken, dass man unter 100 Leuten bleibt, damit man es nicht offiziell anmelden muss, regulatorisch und versicherungstechnisch ist aber alles geklärt“, betont Jens Jensen und sagt mit Blick auf das steigende Interesse: „Wir würden das grundsätzlich nicht scheuen.“
Vielleicht sieht das Starterfeld dann doch irgendwann aus wie bei der Tour de France.





