„Meine sportliche Zukunft ist noch ungeklärt“, stellt Felix Herzenbruch direkt klar. Der ehemalige Profi, der einst auch beim aktuellen Bundesligaaufsteiger SC Paderborn unter Vertrag stand, will sich die Optionen Karriereende oder Weitermachen vorerst offen halten. „Falls etwas kommt, was mich begeistert, würde ich darüber noch mal nachdenken“, so der 33-Jährigen-

Bereits im Winter hatte er schon angekündigt, dass er den Velbertern im Falle eines Abstiegs in die Oberliga nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Und eben dieser Fall ist zu seinem Leidwesen eingetroffen. Die Zeit in Velbert bezeichnet er insgesamt als positiv. „Nach dem nicht mehr zu verhinderndem Abstieg 2024 sind wir trotz vieler Hürden gleich wieder aufgestiegen. Und nach dem Sieg auf Schalke hatte ich noch ein gutes Gefühl, dass wir es noch schaffen werden, aber dann ist uns am Ende aufgrund der vielen Ausfälle die Luft ausgegangen und das ganze Kartenhaus ist zusammengebrochen“, blickt er auf die Endphase der abgelaufenen Saison zurück.

Abschied in Velbert: Ex-Profi von Rot Weiss Essen und Paderborn Herzenbruch hält sich Zukunft offen

Natürlich habe er sich seinen Abgang aus Velbert anders vorgestellt. Der Abstieg mit der Mannschaft als Tabellenletzter und seine Rote Karte im letzten Spiel nach einer Viertelstunde ärgerten ihn sehr. Der zukünftige Lehrer wollte nach den Sommerferien eigentlich mit seinem Referendariat beginnen, doch das wird sich wohl noch um ein Jahr verschieben. „Das war ja der Hauptgrund zu sagen, dass ich aufhöre, denn diese Zeit ist sehr intensiv. Mit Fußball bleibt dann zu wenig Zeit für andere Dinge wie Familie.“

Felix Herzenbruch (SSVg Velbert 02) beim Fußball Regionalliga West Spiel der SSVg Velbert gegen Rot-Weiß Oberhausen am 6. Februar 2024 in der IMS Arena in Velbert.
Felix Herzenbruch führte die SSVg Velbert zwei Jahre lang als Kapitän aufs Feld.© FUNKE Foto Services | Christof Köpsel

Nun überbrückt er den Zeitraum bis zum Beginn des Referendariats mit einer Vertretungsstelle als Lehrer. Aber bleibt dann nicht doch noch etwas Zeit für Fußball? Ja, für ihn müsse das aber nicht zwingend als aktiver Spieler sein. „Ich kann mir auch eine Tätigkeit als Athletiktrainer vorstellen.“

Die SSVg verlässt er jedenfalls schweren Herzens. „Ich glaube, dass auch viele Menschen sagen, dass es schade ist, dass ich gehe. Dass ich zweieinhalb Jahre da war, ist länger als ich eigentlich gedacht hatte und das ist ja ein positives Zeichen. Ich lasse die Mannschaft, in der ich mich sehr wohlgefühlt und Freunde gefunden habe, nur ungerne zurück“, betont er.