Die B-Jugend des Tusem Essen hat im Hinspiel des Viertelfinals um die Deutsche Meisterschaft am Samstagnachmittag beim TSV Burgdorf eine 33:37 (16:19)-Niederlage hinnehmen müssen.
Mit einer Hypothek von minus vier Treffern wird der Tusem am kommenden Sonntag ein starkes Heimspiel abliefern müssen, um in die nächste Runde einzuziehen.
Tusem Essen: Beeindruckende Kulisse, zu viele Fehler in der Anfangsphase
Vor beeindruckender Kulisse in Hannover erlebte der Essener Nachwuchs eine Atmosphäre, die im regulären Ligaalltag nur selten zu finden ist. Eine volle Halle, lautstarke Unterstützung von den Rängen und ein hohes Spielniveau sorgten für einen besonderen Rahmen. „Das war schon etwas Besonderes für die Jungs: tolle Stimmung, volle Halle“, erklärte Tusem-Trainer Florian Buddenborg nach der Partie und betonte damit auch den Wert solcher Spiele für die Entwicklung seiner Mannschaft.
Wir haben es leider nicht geschafft, unsere gute Anfangsphase in eine Führung umzuwandeln.
Florian Buddenborg, Trainer Tusem Essen
Sportlich sah der Coach vor allem die Anfangsphase als entscheidenden Moment der Begegnung. Seine Mannschaft startete engagiert und erspielte sich früh gute Möglichkeiten, verpasste es jedoch, daraus Kapital zu schlagen. „Wir haben es leider nicht geschafft, unsere gute Anfangsphase in eine Führung umzuwandeln“, so Buddenborg. Statt selbst in Führung zu gehen, geriet der Tusem im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zunehmend unter Druck und musste den Gastgeber etwas ziehen lassen. Bis zur Pause hatte sich ein Drei-Tore-Rückstand aufgebaut.
Tusem Essen möchte den Spieß im Heimspiel noch umdrehen
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Essener B-Jugend Moral und hielt die Partie offen. Immer wieder gelang es, den Abstand zu verkürzen oder zumindest stabil zu halten. Mehrfach bot sich die Chance, auf ein Tor heranzukommen und das Spiel wieder völlig offen zu gestalten. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss oder die nötige Klarheit im Angriffsspiel. „Wir haben es in der zweiten Hälfte mehrfach verpasst, näher heranzukommen“, analysierte Buddenborg.

So blieb es am Ende bei einer Vier-Tore-Niederlage, die nach Einschätzung des Trainers etwas zu deutlich ausfiel. „Das Ergebnis geht grundsätzlich in Ordnung, ist aber vielleicht ein bisschen zu hoch ausgefallen. Wir hätten uns natürlich weniger Abstand gewünscht“, ordnete er die Partie ein. Trotz der Niederlage nimmt das Team wichtige Erkenntnisse aus dem Spiel mit, die er seinen Jungs für das Rückspiel in Form von taktischen Anweisungen mitgeben wird.
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Die Ausgangslage für das Spiel am kommenden Sonntag ist damit keineswegs aussichtslos. Am 19. April um 16:30 Uhr hat der Tusem Essen in eigener Halle an der Margarethenhöhe die Chance, das Duell noch zu drehen und den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Mit der Unterstützung des heimischen Publikums im Rücken will die Mannschaft alles in die Waagschale werfen. „Wir sind voll motiviert und werden vor heimischer Kulisse alles daransetzen, das noch umzubiegen“, blickte Buddenborg kämpferisch voraus.


