Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ihre jährliche Ausbildungshonorierung für Talentförderung an Vereine unterhalb der 3. Liga vergeben. Der ETB Schwarz-Weiß Essen und TuRa Essen gehören in diesem Jahr zu den ausgezeichneten Klubs in ganz Deutschland. Beide haben entscheidend zur fußballerischen Entwicklung von Noel Futkeu beigetragen, der seit 2024 als Profi bei der SpVgg Greuther Fürth in der 2. Bundesliga unter Vertrag steht.

Die Honorierung umfasst neben einem Geldbetrag auch eine individuelle Urkunde. Alljährlich vergibt die DFL diese auch an zwei ausgewählte Vereine persönlich – und kommt dazu 2025 in den Essener Uhlenkrug (Montag, 17. November).

DFL Ausbildungshonorierung 2025: Essener Fußballschmieden im Rampenlicht

Der gebürtige Essener Futkeu spielte in der Jugend für Tura Essen, den ETB und Rot-Weiss Essen, wo er 2020 den Sprung in den Seniorenbereich schaffte und für RWE in der Regionalliga West zum Einsatz kam. Ein Jahr später wechselte der heute 22-Jährige zur 2. Mannschaft des 1. FC Köln und von dort zurück zum ETB Essen.

Noel Futkeu vom ETB Schwarz-Weiß Essen im Kopfballduell gegen Linus Krajac vom SC St. Tönis. Das Spiel der Oberliga Niederrhein am 10.04. 2023 im Stadion Uhlenkrug in Essen.
Noel Futkeu in der Saison 2022/23 im Einsatz für den ETB Schwarz-Weiß Essen in der Oberliga Niederrhein. Vom Essener Traditionsklub wechselte der Stürmer zunächst zu Eintracht Frankfurt.© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Für die Schwarz-Weißen lief der Angreifer in der Saison 2022/23 in der Oberliga Niederrhein auf und erzielte 30 Tore in 32 Spielen. Dadurch wurde Eintracht Frankfurt auf den Essener aufmerksam. 2023 wechselte Futkeu zu den Adlern, kam für deren Profis aber nur zu einem unglücklichen Kurzeinsatz beim 0:2 gegen Drittligist Saarbrücken im DFB-Pokal. Sein Durchbruch als Profi gelang ihm 2024 mit dem Wechsel in die 2. Bundesliga zu Greuther Fürth.

Mit der Ausbildungshonorierung will die DFL die Bedeutung der Talentförderung im deutschen Fußball unterstreichen. Besonders kleinere Vereine übernehmen eine wichtige Rolle bei der Grundlagenarbeit, bevor Spieler später den Sprung in den Profibereich schaffen. Voraussetzung für die Honorierung ist, dass die Spieler bei ihrem Profidebüt nicht älter als 23 Jahre waren.

Millionenschwere Fördertöpfe für den Amateurfußball

Jährlich werden mehrere Dutzend Vereine für ihre Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. 2024 schüttete die DFL beispielsweise 1,7 Millionen Euro an alle Preisträger zusammen aus. Seit der Einführung zur Saison 2017/18 seien es mittlerweile insgesamt mehr als 11 Millionen Euro gewesen.

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Zur Saison 2024/25 hatte die DFL ihre Fördersummen nochmals deutlich erhöht. Klubs, die Talente im frühen Alter zwischen dem 6. und 11. Geburtstag ausgebildet haben, erhalten im Rahmen der Ausbildungshonorierung 5.250 Euro, für die Ausbildung älterer Jahrgänge vom 12. bis zum 21. Geburtstag gibt es 6.750 Euro.