Es war abzusehen, dass es im Kreisliga-A-Duell zwischen den Sportfreunden Altenessen und dem DKSV Helene Essen am 11. Mai durchaus hitzig zugehen könnte. Sportlich zumindest, denn beide Klubs aus dem Essener Norden stahen punktgleich als Tabellenelfter und -zwölfter gefährlich nahe am dritten Abstiegsplatz. Und ja, es gab strittige Szenen, viele Tore - und kurz vor dem Abpfiff auch den Spielabbruch, der auch deftige finanzielle Folgen hat.
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„Tadellos“ hätten sich die Spieler von Helene verhalten, meinte Sportfreunde-Trainer Erkan Sahin damals anerkennend. Grund für den Abbruch waren stattdessen die Fans des Ortsrivalen. Um die 20 waren zum Auswärtsspiel an die Kuhlhoffstraße gekommen. Eine kleine Gruppe machte sich schließlich negativ bemerkbar. Ab der 70. Minute habe es Beleidigungen Richtung des Schiedsrichter-Assistenten gegeben, in der 89. flog schließlich eine leere Plastikflasche und traf den Unparteiischen am Kopf. Es folgte der Spielabbruch.

Kreisliga A in Essen: Ordner geleiten Schiris in Kabine
Die Sportfreunde Altenessen führten zu diesem Zeitpunkt 4:1 (1:0). Helene-Spieler hatten noch versucht, die eigenen Fans zu beruhigen. Nach dem Abbruch verließen alle dann aber schnell die Anlage, es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen. „Unsere Ordner hatten die Schiedsrichter auch direkt in die Kabine geführt. Jetzt wird es einen Sonderbericht geben“, meinte Sportfreunde-Trainer Sahin.
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Sein Gegenüber Ferhat Dogan verurteilte den Flaschenwurf ebenfalls. „Das ist nicht tolerierbar“, meinte der Trainer des letztjährigen Aufsteigers Helene. Dennoch war er arg enttäuscht, und das hatte auch mit der Leistung des Schiedsrichterteams zu tun. „Schade, dass in so einem wichtigen Spiel der Schiedsrichter über das Resultat entscheidet“, so Dogan, der eine ganze Reihe von Fehlern gesehen haben will: „Ein Sportfreunde-Führungstor nach Handspiel, ein verwehrter Elfmeter für uns, ein Abseitstor, das gar keins war und Verwarnungen für die falschen Spieler - da war jemand völlig überfordert.“
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Nun, knapp einen Monat später, teilte das Kreissportgericht Essen sein Urteil mit: Das Spiel wurde wie zu erwarten mit 3 Punkten und 2:0 Toren für die Sportfreunde Altenessen gewertet. Die Höhe der Strafe gegen Helene aber lässt aufhorchen: Der Spielabbruch schlägt mit 150 Euro zu Buche, für den Flaschenwurf an den Kopf des Schiedsrichter-Assistenten und die Bedrohung werden 4000 Euro fällig. H
Helene hatte sich im Anschluss in den Sozialen Medien für den Vorfall entschuldigt. Derzeit spielt das Team in der Abstiegs-Relegation gegen Kupferdreh-Byfang. Das Rückspiel steigt am Sonntag, das Hinspiel hatte Helene 1:2 verloren.


