Danny Albrecht ist neuer Trainer der Tilburg Trappers. Das gab der Meister der Eishockey Oberliga Nord bekannt. Albrecht wird Nachfolger von Todd Warriner, der künftig den ESV Kaufbeuren in der DEL 2 betreut.
Bis vor wenigen Wochen hatte der 40-Jährige noch die Moskitos Essen trainiert, war mit ihnen in der ersten Runde der Play-offs am EC Bad Tölz gescheitert. Die Trappers schieden im Halbfinale gegen die Bietigheim Steelers aus.
Tilburg ist Albrechts dritter Klub als Trainer
Für Albrecht, der in Bad Muskau in der ehemaligen DDR geboren wurde und in Weißwasser aufwuchs, ist Tilburg die dritte Trainerstation. Nach seiner Spielerkarriere hatte er zunächst den Herner EV trainiert, zuletzt dann die Moskitos Essen.
Erst vor wenigen Monaten hatte Albrecht seinen Vertrag bei den „Mücken“ verlängert, nach dem unerwartet frühen Aus in den Play-offs kam es dann aber doch zur Trennung. Während sich die Spielbetriebs GmbH der Essener mittlerweile in der Insolvenz befindet und der Verein mit allen Mitteln versucht, Geld aufzutreiben, hat sich Albrecht nun dem Topteam der Oberliga Nord angeschlossen.

Albrecht zeigt sich begeistert von der Atmosphäre in Tilburg
„Von meinem ersten Spiel im IJssportcentrum Stappegoor ist mir besonders in Erinnerung geblieben, dass die Musik so laut war, dass wir uns in der Umkleidekabine kaum verstehen konnten. Spiele gegen Tilburg fühlten sich an wie Derbys mit einer tollen Atmosphäre“, lässt sich der Trainer auf der Homepage der Niederländer zitieren.
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Für den neuen Trainer kam die Anfrage aus Tilburg nicht zum ersten Mal. „Vor zwei Jahren gab es bereits einen kurzen Flirt mit den Trappers“, aus dem aber nichts wurde: „Zu der Zeit hatte Danny einen Vertrag in Essen. Das muss man respektieren, denke ich. Nach der Trennung von ihm und den Moskitos und dem Weggang von Todd (Warriner) nach Kaufbeuren habe ich ihn kontaktiert, und wir haben uns auf einen Vertrag für eine Saison geeinigt“, sagt der technische Manager der Trappers, René de Hondt.
Leichte Entscheidung auf beiden Seiten
Die Entscheidung für Danny Albrecht seine eine leichte gewesen: „Trotz seiner 40 Jahre hat er sich seine Sporen als Trainer mehr als verdient. Zweimal wurde er zum Trainer des Jahres in der Oberliga Nord gewählt. Außerdem gibt er jungen Talenten die Chance, sich zu entwickeln, kennt die Liga und ist taktisch unbestechlich“, so de Hondt. Und auch Albrecht fiel die Entscheidung für Tilburg leicht: „Ich trainiere, um zu gewinnen, und die Leute hier wollen das auch. Man merkt, dass es sich um eine professionell geführte Organisation handelt. Ich freue mich darauf, nach dem Sommer hier mit der Arbeit zu beginnen.“
Albrecht lernte das Eishockeyspielen in Weisskirchen, den Sprung in die DEL schaffte er aber nie. Am Ende standen 464 DEL2-Spielen, davon 54 in den Play-offs für Bremerhaven, Regensburg, Essen, Schwenningen, Weißwasser und 263 Begegnungen in der Oberliga für Frankfurt, Kassel, Duisburg, Halle und Herne in seiner Vita. Am 13. September 2018 beendete er seine Spielerkarriere, einen Tag später übernahm er den Job des Trainers beim HEV. „Der verstorbene Jürgen Schubert hatte mich gebeten, die Nachfolge des damals kranken Herbert Hohenberger anzutreten. Der Rest ist Geschichte“, so Albrecht.
Bis November 2022 trainierte er den HEV, übernahm nach seiner Freistellung in Herne die Moskitos, für die er dann zweieinhalb Jahre verantwortlich zeichnete. Nach der Trennung vor wenigen Wochen folgte nun also der Wechsel in die Niederlande.



