Kurzes Aufatmen beim Tusem Essen. Die Handballer von der Margarethenhöhe haben den ersten Sieg des neuen Kalenderjahres eingefahren und zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gesammelt. Gegen den HSC Coburg gab es ein 29:23 (17:13), doch Torhüter Dominik Plaue mahnt: „Den Sieg können wir genießen, aber es geht schnell weiter und es ist sehr wichtig, dass wir diesen Fokus behalten.“ Wie wahr, am Freitag geht es zum Derby bei Eintracht Hagen (19.30 Uhr, Ischelandhalle). Dabei dürfte die Aussprache unter den Spielern durchaus geholfen haben.
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„Wir haben in der Woche innerhalb der Mannschaft über Intensität und Charakter gesprochen. Es war eine gewisse Anspannung im Training zu spüren und ich denke, dass wir eine Mannschaft gesehen haben, die die letzten zwei Niederlagen nicht auf sich sitzen lassen wollte“, sagte Tusem-Trainer Daniel Haase nach dem Heimsieg. Und sein Torhüter Dominik Plaue, der mit zahlreichen Paraden in der zweiten Halbzeit ein Faktor für den Erfolg war, ergänzte: „Wir haben uns ein paar Gedanken gemacht und uns offen und ehrlich die Meinung gesagt - im positiven Sinne, also nicht negativ. Aber wir wussten ganz klar, worum es in diesem Spiel für uns geht.“
Tusem Essen: Nur ein kurzer Kontrollverlust

Und tatsächlich wirkte das Team von der Margarethenhöhe gegen Coburg fokussiert und konzentriert. Von Beginn an stellten die Essener eine gute Abwehr auf die Platte, die hellwach war und den Coburgern immer wieder die Bälle wegnahm. Die Gäste wirkten phasenweise träge und fanden kaum in das Spiel. Dafür lief es für den Tusem umso besser, nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff. Der wuselige Rückraum um Felix Göttler, Max Neuhaus und Nils Homscheid entwickelte immer wieder gute Ideen und suchte den schnellen Weg in Richtung HSC-Tor. Zudem war da noch Christian Wilhelm, der seine Aufgaben als Kreisläufer bestens erledigte und wichtige Treffer beisteuerte.
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Insgesamt hatte man den Eindruck, dass der Tusem zu kaum einem Zeitpunkt die Kontrolle über das Spiel verlor. Lediglich in der zweiten Halbzeit, als der HSC Coburg den Druck erhöhte, agierten die Essener nicht mehr ganz so durchschlagskräftig und versuchten vor allem, den Abwehrwall stabil zu halten. Daran hatte eben auch Dominik Plaue seinen Anteil. „Die Abwehr hat einfach unwahrscheinlich gut gestanden und viele Fehler der Coburger provoziert. Wir haben dadurch einige leichte Tore gemacht, was uns in den letzten Spielen gefehlt hat“, sagte der Torhüter.
Im Kampf gegen den Abstieg könnte dieser Heimsieg am Ende der Saison viel Wert sein. Doch der Weg zum Klassenerhalt ist noch lang und steinig. Im besten Fall gelingt auch mal in der Fremde ein Sieg, denn bislang ging der Tusem in dieser Saison bei Auswärtsspielen leer aus und verschenkte dort einige wichtige Punkte. Die nächste Möglichkeit bietet sich am Freitag in Hagen bei einem direkten Konkurrenten. „Die Entwicklung unserer Mannschaft ist gut, aber wir sind jetzt in einer Phase, in der wir nicht mehr so viel ausprobieren können, sondern Punkte brauchen“, sagt Trainer Daniel Haase.
So haben sie gespielt
TUSEM Essen – HSC Coburg 29:23 (17:13)
TUSEM: Wipf, Plaue; Wilhelm (6), Göttler (5), Hermeling, Wolfram, Homscheid (5), Reimer (5), Eißing, Szczesny (1), Clarius, Szuharev, Neuhaus (1), Kostuj (3), Mast, Werschkull (3)
Coburg: Boukovinas, Apfel; Dettenthaler (1), Bis (4), Pavlovskiy, Ossowski, Billek (4), Lisac (1), Krone, Helmersson (5), Knauer (1), J.Valkovskis (2), L.Valkovskis, Röller (2), Schmidt (3/2)
Schiedsrichter: Hurst (Berlin)/Krag (Frankfurt)
Siebenmeter: 0/3 – 3/4
Strafminuten: 4 – 2.
Zuschauer: 2443
Spielfilm: 4:1 (6.), 4:3 (9.), 9:5 (15.), 12:8 (20.), 15:8 (23.), 17:13 (30.) – 20:15 (36.), 21:18 (41.), 22:19 (45.), 24:21 (52.), 28:22 (56.), 29:23 (60.)
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