Fußball

VfB Homberg empfängt Wuppertaler SV zum Pokalknaller

Auch gegen den WSV wollen die VfB-Kicker jubeln.

Auch gegen den WSV wollen die VfB-Kicker jubeln.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.   Der VfB hat viel dafür getan, das Niederrheinpokal-Viertelfinale wie ausgelost daheim gegen den WSV austragen zu können. Wichtige Infos für Fans.

Viele Blicke werden sich am Sonntag auf das Stadion am Rheindeich richten – auf jeden Fall die der Fußballer von Rot-Weiß Essen, des 1. FC Monheim und des KFC Uerdingen. Im VIP-Raum der Heimspielstätte des VfB Homberg findet im Beisein der drei Vereine die Auslosung der Halbfinalbegegnungen im Niederrheinpokal statt. Und dann hoffen die Gastgeber vor allem auf eine Sache: dass sich die Kugel mit dem VfB-Logo darin zu denen der drei bereits qualifizierten Klubs in die Lostrommel gesellen wird. Dafür kann der Oberliga-Spitzenreiter vor der Auslosung sorgen, wenn um 14 Uhr das lang ersehnte und mit viel Arbeit verbundene Viertelfinalduell gegen Regionalligist Wuppertaler SV am Rheindeich startet.

Dass die Partie, die eigentlich schon im November des letzten Jahres stattfinden sollte, nach einigen Sicherheitsbedenken der Behörden nun wie gelost mit dem Homberger Heimvorteil über die Bühne gehen kann, freut die Gastgeber. „Ich habe den Wunsch, dass uns ganz Duisburg mit einer tollen, friedlichen und fairen Atmosphäre unterstützen wird“, appelliert Stefan Janßen auch an die Fußballbegeisterten außerhalb der VfB-Reihen zum Zusammenhalt. Denn zum einen weiß der Trainer, dass sein Team die Unterstützung gegen den klassenhöheren Favoriten brauchen wird. Vor allem aber „hat die Mannschaft sich diese verdient“, sagt Janßen, „die Mannschaft, der Verein und insbesondere Wolfgang Graf“, schickt der Coach seinen Dank an den Abteilungsleiter, der mit viel Fleißarbeit maßgeblich am umfangreichen Sicherheitskonzept beteiligt war, das die Behörden für diese Partie eingefordert hatten. „Was er geleistet hat, um dieses Spiel in unserem Stadion möglich zu machen, ist unwahrscheinlich.“

Schwierige Organisation

Neben den vielen organisatorischen Dingen im Vorfeld galt es zuletzt noch, den Rasenplatz nach den Wintereinflüssen der letzten Wochen herzurichten. „Wir haben alles dafür getan, dass wir das Spiel bei uns austragen können. Ich hoffe, dass wir jetzt auch das Beste daraus machen“, gibt Wolfgang Graf die Pokal-Geschicke nun mit großer Hoffnung an den Coach und seine Truppe weiter.

Die wollen es ihrem Vize-Boss freilich zurückzahlen. Trotz Heimvorteil stehen sie gegen den WSV, der zuletzt nur knapp einer abzusehenden Zahlungsunfähigkeit entgangen ist und dafür unter anderem Torjäger Christopher Kramer von der Gehaltsliste streichen musste, noch immer vor einer Herkules-Aufgabe. Das Stichwort ist eben Gehaltsliste. „Wuppertal ist und bleibt ein Profi-Klub und ein starker Regionalligist“, stellt Janßen klar. Gino Windmüller, Tjorben Uphoff, Dennis Malura, Gaetano Manno, Sascha Schünemann oder Kapitän Silvio Pagano – es sind noch immer einige Namen im Kader übrig, die auch schon in der dritten bis ersten Liga auftauchten. Und dass der WSV den Einzug in den DFB-Pokal – für den schon eine Final-Teilnahme gegen den KFC Uerdingen reichen könnte, sollte dieser am Saisonende unter den ersten Vier der 3. Liga stehen – als letzten Strohhalm für eine wichtige Geldquelle ergreifen will und muss, macht es für das junge VfB-Team nicht zwingend einfacher.

Nochmal wie gegen Straelen

Doch das stellt sich dem Favoriten nicht nur mit der Unbekümmertheit und der unbändigen Motivation eines Underdogs, sondern auch mit dem Selbstbewusstsein eines Oberliga-Spitzenreiters, der im letzten Jahr 34 Mal unbesiegt blieb. „In einem Pokalspiel ist alles möglich“, ballt Janßen die Faust, „das haben wir auch schon in der letzte Runde bewiesen, als wir gegen den SV Straelen vor einer ähnlich schweren Aufgabe standen. Wir müssen an uns glauben, und es muss viel für den Erfolg zusammenkommen. Mut, Bereitschaft und auch Glück.“

Mutig sind die Gelb-Schwarzen und bis auf Jerome Manca (Knieprobleme) auch bereit – wenngleich die eigene Vorbereitung durchwachsen war, während der WSV ein intensives Trainingslager fern jeder Wintereinflüsse im türkischen Belek abhalten konnte.

Der Gegner jedenfalls kommt mit einer großen Portion Respekt an den Rheindeich. „Für uns ist Homberg wie ein Regionalligist“, sagt WSV-Coach Adrian Alipour. „Ich gehe davon aus, dass wir in der nächsten Saison in der Meisterschaft gegeneinander spielen.“ Doch das steht auf einem anderen Blatt – morgen zählt für Homberg nur das Los mit dem VfB-Logo.

Getrennte Eingänge für Heim- und Gästefans

Aufgrund der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen kommt es für die Zuschauer auf dem Weg zum Spiel zu einigen Änderungen. Der eigentliche Haupteingang wird zum Gästeeingang („Eingang-Gast“), der eigentliche Heimblock auf der rechten Seite der Tribüne zum Gästeblock. Die Heimzuschauer gelangen durch einen separaten Eingang („Eingang VfB-Fans“ / „Haupteingang“) am Kunstrasenplatz in der hinteren Parkplatzecke in das Stadion, wo ihnen der linke Teil der Tribüne zur Verfügung steht. Für Sitzplätze erhebt der VfB keinen Zuschlag. Der Eintritt beträgt 10 Euro (ab 14 Jahren) für alle Eintrittskarten. Die Platzwahl ist frei und ergibt sich nach der Verfügbarkeit zum Zeitpunkt des Eintreffens.

Die Parkplatz-Kapazitäten am Stadion sind stark eingeschränkt, auf der Rheindeichstraße besteht zudem diesmal ein Parkverbot. Der VfB empfiehlt die Anreise möglichst ohne Auto und den Ortskundigen das großräumige Ausweichen in bekannte Seitenstraßen. Parkmöglichkeiten gibt es etwa fünf Minuten Fußweg entfernt unterhalb des Stadions auf der Hochfeldstraße sowie am Schwimmbad auf der Schillerstraße.

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