Wenn Horst Niewrzol über den Radsport sprach, leuchteten seine Augen. Er lachte dabei, was er ohnehin oft tat. Anekdoten kannte er zuhauf. Die lokale Radsportszene ohnehin. Diese hatte der Duisburger schließlich jahrelang selbst mitgeprägt, war rund zwei Jahrzehnte lang Vorsitzender des RRC Duisburg. Nun trauert der Duisburger Sport um diesen verdienten Mann: Kurz vor seinem 80. Geburtstag erlag Horst Niewrzol am 26. August einer kurzen, aber sehr schweren Krankheit. Am Mittwoch wird er im Familienkreis beigesetzt. Er hinterlässt seine Ehefrau und einen Sohn, der die Homepage des rührigen Radsport-Enthusiasten pflegt, die die bemerkenswerten Szenen seiner sportlichen Laufbahn wiedergibt.

Der Mann, der auch beim Weseler TV und bei Hamborn 90 tätig war, feierte 1990 den Sieg beim Europa-Cup, ein Jahr später wurde er Zweiter. Von 1994 bis 1996 erreichte er drei Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren in England, gewann 1994 zudem Weltradsportwoche. Insgesamt feierte der Duisburger rund 240 Siege. Zuletzt engagierte sich Niewrzol auch bei der Organisation der Vivawest-Ruhrpott-Tour in Walsum, einem Etappenrennen, das Radsport-Organisator Michael Zurhausen vom RC Olympia Buer ins Leben gerufen hat. Hier kümmerte sich Niewrzol, der auch Fachschaftsleiter beim Stadtsportbund war, um die Stadtmeisterschaft und engagierte sich in den Hobbyrennen.