Fußball

Trainer René Lewejohann tritt beim FSV Duisburg zurück

Ende einer kurzen Dienstzeit: René Lewejohann (links) ist als FSV-Trainer zurückgetreten. Ob sein Assistent Tahsin Engin weitermacht, ist offen.

Ende einer kurzen Dienstzeit: René Lewejohann (links) ist als FSV-Trainer zurückgetreten. Ob sein Assistent Tahsin Engin weitermacht, ist offen.

Foto: Michael Dahlke

Duisburg.   Der erst seit Saisonbeginn amtierende Trainer des Landesligisten fällt den Entschluss nach einem Gespräch mit dem Vorstand. Nachfolge ist offen.

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Der FSV Duisburg spielt in der Fußball-Landesliga bislang eine der erfolgreichsten Saisons seiner Geschichte. Zweiter Platz, Aufstiegsaspirant, Halbfinale im Niederrheinpokal – besser geht’s kaum. Umso überraschender kommt nun die Nachricht, dass Trainer René Lewejohann, erst seit dem Sommer im Amt, seinen Posten nun zur Verfügung gestellt hat.

Was passiert ist? Schwer zu sagen. „Von meiner Seite gibt es keinen Grund, schmutzige Wäsche zu waschen“, sagt der 33-Jährige selber zu dem Vorgang. Er stellt aber heraus, dass die Entscheidung von ihm ausgegangen sei. „Ich habe den Entschluss nach reiflicher Überlegung gefällt. Letztlich ist es besser, wenn man unterschiedlicher Ansicht über die sportliche Ausrichtung ist, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen. Das finde ich von meiner Seite mehr als fair. Man muss auch an die Mannschaft denken“, so Lewejohann.

Den Verein trifft der Abgang unerwartet – das sagt Denis Tahirovic, der selbst erst unmittelbar vor dem ersten Pflichtspiel der laufenden Saison als FSV-Trainer zurückgetreten und dann Ende Dezember in der Funktion des Sportlichen Leiters zur Warbruckstraße zurückgekehrt war. „Wir hatten am Sonntag ein konstruktives Gespräch, haben uns die Hand gegeben und beschlossen, das Beste aus der Mannschaft herauszuholen. Über den jetzigen Zeitpunkt des Rücktritts bin ich enttäuscht. Am Ende des Tages ist er wohl nicht kritikfähig gewesen. Es gibt auch keinen Plan B für die Nachfolge“, so Tahirovic, der den ehemaligen Zweitliga-Profi Lewejohann vor einem Jahr als Co-Trainer an seine Seite geholt hatte.

Tahirovic will kein „Trainer auf Abruf“ sein

Dass seine eigene Installation als Sportlicher Leiter damit zu tun haben könnte, sieht der vormalige Trainer nicht. „Das ist definitiv nicht der Fall. Ich bin ja zurückgekommen, um ,Lewe’ zu unterstützen. Wenn etwas gut läuft, muss man es ja nicht großartig ändern“, erklärt Denis Tahirovic.

Auch Gerüchte, er sei als „Trainer auf Abruf“ geholt worden, weist er zurück. So sei es auch gar kein Thema, dass er nun nach dem Rücktritt diese Aufgabe wieder übernehme – zumal noch unklar ist, was mit dem bisherigen Co-Trainer Tahsin Engin passiert: „Er hat sich noch Bedenkzeit erbeten.“ Es könnte also sein, dass Engin am Donnerstagabend an der Seitenlinie steht, wenn der FSV um 20 Uhr sein nächstes Testspiel gegen Westfalia Herne bestreitet.

Der gebürtige Herner René Lewejohann wird dies genauso wie den restlichen Saisonverlauf nur noch aus der Distanz verfolgen. Seine Abschiedsworte: „Ich bedanke mich beim Verein, dass er mir diese Chance gegeben hat.“

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